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Bergmann

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Status: 1921 ->>
Herkunft des Namens: Nach dem abgebauten Flöz Bergmann
Grubenfeldgröße: unbekannt
Ortslage: Witten-Wartenburg

Schachtbezeichnung
E
F
Ø
T
 -
1.)
Bergmann
Nein
1,9x3,6m
120
2.)
Wetterschacht gebr.
Nein
0,8x3m
46m
E=Erhalten, F=Foto, Ø=Durchmesser, T=Teufe,  - =Abteufbeginn/Verfüllung

Geschichtliche Entwicklung:

1777 13.10. Mutung
vor 1800 Auffahrung eines Stollens im Ruhrtal in Flöz Bergmann (Flöz Hauptflöz) südlich vom Kohlensiepen und 130 m östlich der Wetterstraße, nach kurzer Auffahrung Anfahren einer Störung und Stundung des Betriebes
1801 Wiederaufnahme der Schürfarbeiten
um 1804 Erneute Betriebseinstellung
1817 Entblößung des gemuteten Flözes
1819 Fortsetzung Stollenvortrieb hinter der Störung, Flöz jedoch nicht erreicht
1820 Ansetzen eines neuen Stollens querschlägig durch das Flözhangende
1821 8.5. Verleihung Längenfeld auf Flöz Bergmann
1824 Versuchsbetrieb
1825 Abbau, Schacht und Stollen in Betrieb
1826 Vereinigung mit Mutungen Hirsch und Weidemann, März: Stilllegung wegen schlechter Wege und geringem Absatz
1829 4.6. Verleihung Längenfeld
1843 Oktober: Wiederinbetriebnahme, Aufwältigung Versuchsstollen, Förderbeginn
1848 Stollenlänge ca. 70 Lachter, November: Stilllegung, da unrentabler Betrieb
1851 5.9. Verleihung Längenfeld Prudens (= Wasserbank), das bis 1848 wegen der Störung versehentlich anstelle von Flöz Bergmann auf 100 Lachter Länge gebaut worden war, Wiederaufnahme der Ausrichtungsarbeiten
1852 erneuter Abbaubeginn
1854 Betrieb
1855 Bau Schienenweg für Förderwagen
1857 29.7. Verleihung Erbstollenrecht für Förderstollen
1861 Verleihung Geviertfeld Edmund II (östliche Fortsetzung von Bergmann)
1871 24.4. Konsolidation Bergmann Erbstollen, Längenfelder Bergmann, Prudens und Bernadotte sowie Geviertfeld Edmund II zu Bergmann
1872 12.3. Bestätigung der Konsolidation
1875 Stilllegung nach Abbau der Vorräte über der Stollensohle bis zu einer Verwerfung (200 m östlich vom Stollenmundloch)
1889 Wiederinbetriebnahme, Vortrieb eines Versuchsstollens nach Flöz Hauptflöz (auf späterem Zechenplatz)
1890 Übergang auf Tiefbau: Teufbeginn tonnlägiger Schacht in Flöz Hauptflöz im Kohlensiepen
1891 Ansetzen 1. S. = 50 m flach (32 m seiger)
1892 Ansetzen 2. S. = 165 m flach (110 m seiger), erhöhte Wasserzuflüsse, Förderbeginn
1894 Aufwältigung alte Stollensohle
1896 Anlegung eines Tagesüberhauens
1897 Teufen gebrochener Wetterschacht
1898 Wetterschacht erreicht 46 m Teufe
1899 Eisenbahnanschluß, Steinfall (2 T)
1901 Übernahme Längenfeld Neue Kortmannsglück (11.1.1842 Verleihung, unverritzt), Anlegung Stollen vom Zechenplatz aus für Aufschluß des Feldes mit Flöz Kortmannsglück, 25.12. Ausfall der Pumpenanlage und Absaufen der Grubenbaue
1902 25.2. Konkurs, 1.3. Wiederinbetriebnahme und Sümpfen, Stundung Stollenstreckenvortrieb, 15.4. Besitzerwechsel, Anpachtung Längenfelder Schlagbaum 1 und II und Ansetzen Stollen sowie Abbaubeginn
1904 14.11. Konkurs und Besitzerwechsel, endgültiger Erwerb der Längenfelder Schlagbaum 1 und II sowie Neues Kortmannsglück
1905 Tieferteufen tonnlägiger Schacht
1906 Ansetzen 3. S. = 336 m flach (215 m seiger), Gesamtteufe: 348 m flach
1909 3 Schächte in Betrieb, Erwerb Längenfeld Schöne Aussicht und Geviertfeld Engelhardt, 1.2. Besitzerwechsel und Umbenennung in Wittener Steinkohlenbergwerk
1919 2.1. Besitzerwechsel, Rückbenennung und Wiederinbetriebnahme des 1912 stillgelegten Bergwerks (von 1913 bis 1918 in der Berechtsame Stollenbau unter dem Namen Borbachtal), Aufwältigung der alten Stollen und Neuauffahrung von Stollen (unter anderem im Borbachtal), insgesamt 9 Stollen vorhanden, 27.4. Anpachtung durch Wittener Bergbaugesellschaft mbH
1920 Beginn Sümpfung des alten Tiefbaus mit dem tonnlägigen Schacht, jetzt genannt Donatus, bis 3. S. = 215 m seiger, Wettersohle = 110 m seiger, 3 Schächte und 6 Stollen in Betrieb
1921 27.10./25.11./28.11. Konsolidation zu Ver. Tannenberg
1960 Erbstollen wird verschlossen aufgefunden, wahrscheinlich verbrochen, 14.3. Aufhebung der Erbstollengerechtigkeit