Website hundertprozent CO2 neutral mit Host Europe

Fördergerüste im Ruhrgebiet | Schachtanlagen | Zeche | Bergwerk | Schachtanlage | Grube | Pütt | Fördergerüst | Schachtgerüst | Steinkohle | Ruhrpott | Zechen | Schacht | Ruhrrevier | Revier | Kohle | Förderturm | Aufbereitung | Grube | Bergbau

Bergbau Zechen Bergwerk Zeche Schachtanlage Schachtanlagen Schacht Kohle Steinkohle Ruhrgebiet NRW

Ein herzliches Glückauf allen Besuchern dieses Internetaufrittes

Ich versuche hier eine möglichst vollständige Übersicht über die größten und bekanntesten Bergwerke (Zechen oder Pütts) des rheinisch-westfälischen Steinkohlenreviers zu geben.
Der Ballungsraum Ruhrgebiet ist deutschlandweit auch als Ruhrrevier, Kohlenpott, Ruhrpott oder auch einfach nur Pott bekannt und ein Großteil der Einwohner hat heute keinen blassen Schimmer, daß sich in fast unmittelbarer Nähe einmal eine Schachtanlage befunden haben könnte.
Eine Übersicht aller Bergbaubetriebe würde hier leider aber den Rahmen sprengen.


Der weitaus überwiegende Teil der hier erwähnten Bergbauanlagen ist seit langer Zeit stillgelegt und diese wurden bereits vor vielen Jahrzehnten abgebrochen. Nur noch wenige bauliche Anlagen zeugen von dem einst blühenden Bergbau im Ruhrgebiet. Leider ist oftmals bei der Stilllegung der Anlagen der komplette Werksbestand an Dokumenten, Zeichnungen und Fotos gleich mit vernichtet worden. Eine lückenlose Darstellung ist daher bei einigen Bergwerken kaum mehr möglich. Die bekanntesten Bergwerke sollen hier aber kurz genannt werden.


Von den etwa 300 zur Hochzeit des Steinkohlebergbaus fördernden Zechen sind heute noch drei fördernde Steinkohlenzechen im Ruhrgebiet verblieben, welche aber laut dem 2007 geschlossenen Steinkohle-Kompromiss bis spätestens 2018 auch die Förderung einstellen werden:

Bergwerk Auguste Victoria - Stilllegung 2018
Bergwerk West - Stilllegung zum 31.12.2012
Bergwerk Prosper-Haniel - Stilllegung 2018

Des Weiteren werden auch die beiden noch fördernden Steinkohlenbergwerke in den verbliebenen deutschen Bergbauregionen die Förderung wie folgt einstellen müssen:

Bergwerk Saar - Stilllegung zum 30.06.2012
Bergwerk Ibbenbüren - Stilllegung 2018



Von den hunderten Schächten, die allein in den letzten einhundertfünfzig Jahren im Ruhrgebiet abgeteuft wurden sind nur noch eine Handvoll für die heutige Steinkohlenförderung sowie der notwendigen Wasserhaltung in Gebrauch. Die letztgenannten werde aber noch über einen sehr langen Zeitraum benötigt werden.

Bergbau Zechen Bergwerk Zeche Schachtanlage Schachtanlagen Schacht Kohle Steinkohle Ruhrgebiet NRW

26.01.2012 Grundlegendes wird sich zwar nicht ändern, aber dieser Auftritt wird in Kürze von mir deutlich überarbeitet und gestrafft! Hier hat sich über die Jahre so einiges an nutzlosem Datenmüll angehäuft, welchen ich nun baldmöglichst ins Datennirvana schicken werde.
Dazu werden in Folge einige Punkte zugunsten der Projektarbeit zurückgestellt oder vollkommen entfallen.

24-26.01.2012 Gut ein Jahr vor der Stilllegung des letzten fördernden Bergwerks möchte ich dem niederrheinischen Steinkohlebergbau schon jetzt einen Nachruf widmen. Diese Bergwerke sollten eigentlich nicht sang- und klanglos in der Versenkung der Geschichte verschwinden?
Dazu habe ich eine interaktive Übersicht der Schachtanlagen erstellt.
Einige Schachtanlagen sind allerdings, ob der Fülle an Informationen, noch nicht vollständig von mir bearbeitet worden. Der Link führt aber zur Projektseite auf der man sich einen Überblick verschaffen kann.

Einfach mal draufklicken! Und wer will, der kann gerne weitere oder noch fehlende Informationen beisteuern!

Die weiterführenden Links sind wegen der Fülle an Informationen noch nicht vollständig bearbeitet, ich arbeite aber gerade verstärkt daran!

Der Projektstatus der jeweiligen Schachtanlagen liegt bei etwa:
- Niederberg = 99%
- Diergardt/Mevissen = 95%
- Friedrich Heinrich (Bergwerk West) = 95%
- Rheinpreussen = 98%
- Pattberg = 30%
- Rossenray (Bergwerk West) = 65%
- Walsum = 50%
- Lohberg = 50%
- Wehofen = 85%
- Beekerwerth = 85%
- Friedrich Thyssen & Rönsbergshof = 98%
- Neumühl = 30%
- Westende = 98%
- Neu Duisburg = Nicht erstellt, da keine nennenswerte Förderung
- Medio Rhein = Nicht erstellt, da keine Förderung

Bis zum Ende diesen Jahres sollte ich aber damit fertig werden? Friedrich Heinrich Lohberg Diergardt-Mevissen Niederberg Wehofen Walsum Neumühl Beeckerwerth Westende Friedrich Thyssen Pattberg Rossenray

18.01.2012 Das Loch in der A45 sollte nun wirklich keinen sonderlich überraschen! Sicherlich ärgerlich für jeden Betroffenen; ich muss dort aber "Gott sei Dank" seit einigen Wochen nicht mehr lang!
Ein Förderschacht von Gottessegen kann es ja eigentlich nicht sein, diese lagen ja etwa 500 m weiter nördlich! Ich denke da eher an ein altes Tagesüberhauen im Altfeld Henrichsbank (Heinrichsfeld)? Wir werden sehen... Link


Die Jungs scheinen sich auf einen längeren Einsatz vorzubereiten?
Na, zumindest scheint aber der Notfallplan funktioniert zu haben...!
Foto: Knut Vahlensieck

Kleinere Änderungen an der Seite durchgeführt.

15.01.2012 Unbekannten Spülschacht gefunden?

Bei der Durchsicht meiner Unterlagen (siehe Ausschnitt aus der Übersichtskarte von Baedeker 1925) ist mir der dort eingezeichnete Spülschacht Süd der Zeche Beeckerwerth aufgefallen. Dieser wird aber weder in den Standardwerken, noch im Schachtkataster erwähnt. Hat jemand nähere Informationen zu diesem Spülschacht? Oder ist die Markierung auf der Zeichnung - welche ja nun wirklich nicht genau ist - schlicht und ergreifend falsch?
Ermittelte ungefähre Lage = Gelände der Sportanlage an der Ahrstrasse


Ist dies ein falsch eingetragenes Gesenk (wie das Gesenk 150m NW vom Kampschacht - Welches mir auch einiges Kopfzerbrechen bereitet hat!) oder einfach nur ein Fehler?

Ein Vergleich mit dem Höhenschichtenplan von 1930 zeigt nur ein einziges in Frage kommendes Gebäude, aber keine Schachtlage... Der Spülschacht Matenastrasse ist auf der Karte allerdings auch nicht verzeichnet. Obwohl dieser bis 1936 in Betrieb war... Fragen über Fragen.
Plan in besserer Qualität

Wird aber wohl ein Hoax sein....

14.01.2012 Serverumzug ist vollzogen. Leider war diese Seite heute morgen zwischen 8:00 - 11:00 nicht zu erreichen. Kleines Mißverständnis bei der neuen Serversyntax meinerseits...
Sollte irgendetwas nicht richtig funktionieren, bitte ich um eine kurze Nachricht! Hab's nur kurz geprüft...

13.01.2012 Der Serverunzug wird kurzfristig erfolgen. Ich hoffe, dass es dabei zu keiner "downtime" kommen wird?
Projektarbeit zu Friedrich Thyssen 2/5 und 3/7 sowie der Spülschächte fertiggestellt.

09.01.2012 Den Projektteil zur Schachtanlage Friedrich Thyssen 1/6 und 4/8 erstellt.

23.12.2011 3D-Modell der Schachtanlage Scharnhorst I/II erstellt

16.12.2011 Die Übersicht der 31 Schächte des linken Niederrheins habe ich überarbeitet und mit Lagebild, Koordinaten und Kurzinfo versehen.
Die Übersicht der Schächte in Duisburg und Oberhausen kann folgen, sobald ich Neumühl IV ausfindig gemacht habe!

P.S.: Der Vorschacht von Rossenray ist noch nicht aufgeführt und das Bild von RP III ist leider auch noch falsch.

12.12.2011 Werde mich in den nächsten Tagen um den notwendigen Serverumzug kümmern und auch ein paar Tage Resturlaub abbauen. Ich wünsche daher allen Besuchern schon jetzt ein frohes Weihnachtsfest und einen besonders guten Rutsch in's Jahr 2012!

10.12.2011 Zwei Gegenüberstellungen "Damals-Heute" von Niederberg I/II erstellt. Herzlichen Dank an Jupp S. für die Originale!


Ansicht vom alten Pförtnergebäude
Schacht II ist noch als Wetterschacht abgedämmt und das Gebäude vor dem ehemaligen Magazin (später Grubenwehr - jetzt Grubengasabsaugung) steht auch noch. Das Betriebsgebäude auf der rechten Seite wurde 2002 abgebrochen, man sieht nur noch das Fördermaschinenhaus 2.
Leider war das Licht heute echt besch....n!
Mein Fehler, ich war einfach 15 Minuten zu spät dran...


Ansicht vom Bahnhof - Gleis 14
Links sieht man noch die alte Wäsche 1 mit den beiden Rohkohlenbecherwerken. Ganz rechts ist auch die Abdämmung des Wetterschachtes II sowie der Diffusor zu erkennen. Dies war bis zur Inbetriebnahme von Niederberg III (1957) in Moers-Kapellen notwendig, um Wetterkurzschlüsse zu vermeiden und das Grubenfeld durchgängig zu bewettern.
Auch waren beide Gerüste damals noch mit den eher selten ausgeführten "Galgenbalken" für einen Seilscheibenwechsel ausgestattet.
Schacht I wurde 1986 mit einem zweigeschossigen Kastenprofilgerüst für die Material- und Seilfahrt ausgerüstet um den immer höher werdenden Lasten bei der Materialfahrt zu genügen. Die Förderung wurde bereits seit 1969 auf Schacht V (Merkelschacht) gezogen und nach Durchgang durch die BVA über eine Bandbrücke der Aufbereitung zugeführt.


Meine kleinen Probleme:

Mhhh, was sagt die Vorlage? Ist der Standpunkt jetzt richtig?
Doch noch ein wenig mehr nach rechts...? Stütze passt noch nicht!
Ja, Nee... Vielleicht noch ein klein wenig zurück?
Steht!
Jetzt muß es aber passen!
Wo ist die Sonne..ist doch viel zu dunkel!
Wohl doch Mal wieder zu spät Feierabend gemacht! Das Original muss dann wohl doch im Sommer aufgenommen worden sein? Na klar, sind schließlich noch Blätter im Schatten zu sehen! Gedächnismemo: Beim nächsten Mal vorher den Schattenwurf mit Google-Earth prüfen...
Egal, keine Zeit! Beim nächsten Mal wird's besser!
Abkrümmen
"Ritschratsch-Piep-Klick" - Drin!

05.12.2011 Zur Erinnerung an die Förderaufnahme vor 100 Jahren, hier eine kleine Projekterweiterung zum Bergwerk Diergardt-Mevissen.

Und da ja dieses Jahr - mal wieder total und vollkommen unverhofft - das Weihnachtsfest naht; hier schon mal mein festliches Hintergrundbild für den Rechner.
Mit einem kleinen Text versehen, wird vielleicht auch eine recht nette Weihnachtskarte daraus?


Download "Grubengold" 1600x900

Damit kann dann aber zumindest der Arbeitsplatz ein wenig festlicher gestaltet werden! Mit "Tanngrün und Kerzen" kann das ja schließlich auch jeder... ;o)

Glückauf und ein frohes Weihnachtsfest

29.11.2011 Der Serverumzug wird vorbereitet und findet in Kürze statt. Kleinere Änderungen wurden umgesetzt.

Ältere Informationen finden Sie unter "Änderungen".

Bergbau Zechen Bergwerk Zeche Schachtanlage Schachtanlagen Schacht Kohle Steinkohle Ruhrgebiet NRW

Ich möchte hiermit nicht den Rückblick auf ein "Damals" verklären und damit eine nicht existierende und falsche Bergbauromatik heraufbeschwören, welche leider von einigen touristischen Einrichtungen zwecks besserer Eigenfinanzierung vermittelt wird.
Schließlich starben unzählige Bergleute infolge von Unfällen, Grubenunglücken oder an den Folgen der Silikose; hervorgerufen durch die Arbeit, der sie zum Broterwerb auszuüben gezwungen waren. Auch lasse ich hier die fast Leibeigenschaft (Abhängigkeitsverhältniss), zu der sich ein Bergarbeiter um die Jahrhundertertwende (1900) zwangsweise verpflichten musste, hier unbeachtet.
Vielmehr möchte ich einen kurzen Einblick in die technische und wirtschaftliche Entwicklung des Ruhrgebiets geben, dessen Entstehung nahezu unlösbar mit dem Steinkohlenbergbau an Rhein und Ruhr verbunden ist.
Auch werde ich mich hier nicht für eine Fortsetzung der Steinkohleförderung in Deutschland einsetzen, dies überlasse ich den Lenkern und Denkern der Politik. Die primäre Auslegung meines Internetauftritts liegt ja auf dem "Damals" und gerade daraus sollte man seine eigenen Schlüsse ziehen!
Ein Großteil der Einwohner der Region hat auch heute noch einen Bezug zu den "montanen Wurzeln" ihrer Familiengeschichte. Sei es über direkte Verwandtschaft oder nur über Bekanntschaft. Fast jeder kennt oder kannte noch jemanden der auf'm Pütt oder auf'er Hütte gearbeitet hat. Diese Zeiten gehen aber rasant dem Ende zu.
Bald wird sich kaum noch jemand erinnern können oder wollen, wie es im Ruhrgebiet einmal war... Landschaftlich schön war das Ruhrgebiet nach der industriellen Revolution ja sicherlich nie, dem pflichte ich unumwunden bei. Da gibt es schönere Gegenden in Deutschland; ohne Frage! Nicht umsonst ist es immer noch als Kohlenpott verschrien, aber die Zeiten mit der "schwarzen Wäsche bei Westwind", dem "grauen Schnee im Winter" oder den allnächtlichen "1000 Feuern" sind nun auch überwunden. Die alten tristen Arbeiterkolonien sind größtenteils grundsaniert und haben sich zu gefragten Wohnvierteln für Familien gemausert; die kläglichen Reste der erhaltenen Industriekulissen werden immer häufiger zu touristischen Attraktionen und der Pott wird nicht nur politisch immer grüner. Was allerdings vielerorts leider verloren ging, ist die traditionelle Verbundenheit zu der "Betriebsgemeinschaft", die man aber heutzutage eindeutig nicht überbewerten sollte. Vielleicht gingen die Uhren früher wirklich etwas langsamer, als ein Alleinverdiener noch die Familie ernähren konnte, die beruflich erbrachte Leistung noch belohnt und nicht nur als Kündigungsaufschub angesehen wurde oder aber der alltägliche Verkehrsinfarkt bei der Hast zur Arbeitsstelle sich noch im Minuten- anstatt im Stundenbereich hielt? Aber das gilt ja mittlerweile überall; schön ist es im Ruhrgebiet trotz aller Unzulänglichkeiten! Ein Ballungsraum mit viel Charme und umso kürzeren Wegen...

Ich möchte mich aber im Besonderen bei Dipl.-Ing. Joachim Huske für die Erlaubnis aus seinem hervorragenden Buch "Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier" über den Steinkohlenbergbau in Nordrhein-Westfalen zitieren zu dürfen bedanken. Alle Textangaben zu den betreffenden Schachtanlagen stammen entweder aus diesem Werk, oder sind mit entsprechenden Quellenangaben versehen.

Ein paar Zahlen, Daten und Fakten:

Im Jahre 1922 beschäftigte der Ruhrbergbau ca. 540.000 Kumpel, in den Jahren des Wiederaufbaus 1953-58 immerhin noch ca. 400.000 Bergleute. Heute beläuft sich die Belegschaftsstärke des deutschen Steinkohlenbergbaus mit etwa 24.000 Mitarbeiter auf dem des Jahres 1860.

Die momentane jährliche Fördermenge an Steinkohle in Deutschland beträgt 17 Mio. Tonnen, dies entspricht dem deutschen Fördervolumen des Jahres 1870.

Die höchste Fördermenge mit durchschnittlich 185.000.000 t/a, wurde allein an der Ruhr in den Vorkriegs- und Kriegsjahren 1935-43 erbracht.
Um diese, allein in den 9 Jahren der Aufrüstung und des Krieges im Ruhrgebiet abgebaute Kohle zu fördern, bräuchte der heutige gesamte Steinkohlenbergbau an Ruhr, der Saar und im Ibbenbürener Gebiet bei der momentanen Förderkapazität etwa 75 Jahre.

Die weltweite Steinkohlenförderung erreichte im Jahr 2008 ein neues Hoch mit 5,522 Milliarden Tonnen und dieser Trend wird wegen des weltweiten Energiehungers auch weiter anhalten:

China > 2479 Mio. t
USA >
967 Mio. t
Indien > 451 Mio. t
Australien > 323 Mio. t
Südafrika > 243 Mio. t
...
Deutschland > 17 Mio. t

Im Jahr 2008 wurden 2,378 Mrd. € (±140.-€/t) an Subventionsbeihilfen dem Bergbau bereitgestellt, die Hilfen für die Bundesbahn beliefen sich im gleichen Jahr auf 3,6 Mrd. €.

Zur Energiegewinnung oder der Stahl- (Koks) Erzeugung wurden 2008 in Deutschland 17 Mio. t Steinkohle gefördert und über 29 Mio. t importiert. Im selben Jahr wurden in Deutschland 175,3 Mio. t Braunkohle (davon 161 Mio. t für die Strom- und Fernwärmegewinnung) gefördert und verfeuert.

Mit freundlichem Glückauf und besten Grüßen vom Niederrhein

Achim Trommen