Fördergerüste im Ruhrgebiet | Schachtanlagen | Zeche | Bergwerk | Schachtanlage | Grube | Pütt | Fördergerüst | Schachtgerüst | Steinkohle | Ruhrpott | Zechen | Schacht | Ruhrrevier | Revier | Kohle | Förderturm | Aufbereitung | Grube | Bergbau

Brassert

<<< zurück
nächste
>>>
Status: 1972
Herkunft des Namens: Nach Personen (Amtsinhabern) die sich besonders um den Bergbau verdient gemacht haben. Hier Hermann Brassert (*26.05.1820 in Dortmund, † 16.03.1901 in Bonn; Jurist und Berghauptmann. Erarbeiter des preußischen Berggesetzes 1865 sowie Hrsg. der "Zeitschrift für Bergrecht". Nach ihm wurde auch der Stadtteil Marl-Brassert benannt. "Brassert"
Grubenfeldgröße: 16 Mio. m²

Schachtbezeichnung
E
F
Ø
T
 -
1.) Brassert I
Nein
6,50m
994m
1907-1974
2.) Brassert II
Nein
6,50m
971m
1908-1975
3.) Brassert III
Nein
6,50m
1020m
1938-1974
E=Erhalten, F=Foto, Ø=Durchmesser, T=Teufe,  - =Abteufbeginn/Verfüllung

Geschichtliche Entwicklung:

1907 Teufbeginn Schacht I im Gefrierverfahren
1908 Teufbeginn Schacht II im Gefrierverfahren, Schacht I Wassereinbruch 3 monatige Teufunterbrechung
1909 Schacht I erreicht Karbon bei 506 m NN (552 m)
1910 Förderbeginn Schacht I , Schacht II (650m) als Wetter- und Seilfahrtschaft fertiggestellt
1911 63.000 t Förderung
1912 Tagesanlagen sind weitestgehend fertiggestellt, 220.000 t Förderung
1913 430.000 t Förderung
1926 26.6. Schlagwetter 3 Tote
1938 Teufbeginn Schacht III
1943 Förderung überschreitet die 1 Mio. t/a
1945 Betriebsleitung und Belegschaft kann die befohlene Sprengung unterbinden. Förderung wird in den letzten Kriegstagen eingestellt
09.April erneuter Förderbeginn, Kohle an die Chemischen Werke in Hüls, Förderung 310.000 t
1954 01.04. Schacht III (Brassert 2) in Förderung
1962 Fördereinstellung Schacht III, Kohle untertage zu I/II
1970 Verbund mit Wulfen zu einer Werksdirektion
Verbundbergwerk Brassert/Wulfen:
Arbeiter uT: 944
Arbeiter üT: 419
Arbeiter gesamt: 1363
Angestellte uT: 88
Angestellte üT: 117
Angestellte gesamt: 205
Förderung 1969: 924.330 t
Schichtleistung uT: 4.224 kg
1972 15.8. Stilllegung wegen geologischen Störungen, schlechtem Hangenden und Ballastwerten von rund 60% im übernommenen Feldesteil der Zeche Fürst Leopold. Altbaufeld verfügt nur noch über Restkohlenvorräte, Nachfolgend Abriß der Tagesanlagen und Verfüllung der Schächte