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Hagenbeck | Ver. Hagenbeck

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Status: 1928
Herkunft des Namens: Nach Flurnamen Hagenbeck = Bach im Waldgebüsch
Grubenfeldgröße: 5,3 km²

Schachtbezeichnung
E
F
Ø
T
 -
1.) Hagenbeck I
Nein
1,84x5,62
300m
1836-
2.) Hagenbeck II
Nein
4,3x6,7
408m
1850-
3.) Hagenbeck III
Nein
1922-
4.) WS im Westfeld - Frohnhausen
Nein
2,00x2,00
106m
1893-
5.) WS im Ostfeld - Holsterhausen
Nein
1876-
6.) WS im Südfeld - Frohnhauser Mulde
Nein
2,00m
110m
1875
E=Erhalten, F=Foto, Ø=Durchmesser, T=Teufe,  - =Abteufbeginn/Verfüllung

Geschichtliche Entwicklung:

1575 erste urkundliche Erwähnung der Societät der Köhler „Auf der Goes"
1637 erste urkundliche Erwähnung des Kohlenwerks „Auf dem Steut"
1735 erstmalige und nachfolgend mehrfache Erwähnung „Kohlberg Hagenbeck oder Steut',
1750 alle zur Zeche gehörenden Flöze sind durch den Hostenkämper Stolln gelöst
1757 Aufforderung durch Stiftsherrin an die Gewerken, „Hagenbeck zu bearbeiten", daraufhin Beginn Unterwerksbau
1764 Vergleich mit Krabbenbank bezüglich der Abbaurechte
1772 Ansuchen um Zehntbefreiung für einen Trotzbau, schlechter Zustand der Zeche, Beginn von 6 Unterwerken mit Pumpen und Abbau in dem zu Hagenbeck gehörenden Kohlenwerk Fettlappen, das seit 1767 verlassen war
1775 Streitigkeiten mit Schulte-Herbrüggen wegen eines zu tief angesetzten Stollens, nämlich der „Neuen Hagenbecker Adit" zum Lösen der bisherigen Unterwerke, wodurch von der Mühle bei Aufziehen des Fluders Wasser in die Grubenbaue drang und 30 Pumper eingesetzt werden mußten; offensichtlich jedoch keine Einigung, denn weitgehende Betriebseinstellung
1799 bis dahin keine Erwähnung des Kohlenzehnten; Streitigkeiten, da eine Gewerkschaft Overrath-Niermann die Belehnung wegen Nichterneuerung der Belehnung von Hagenbeck erhalten hatte; daraufhin bringt die Gewerkschaft Hagenbeck die Angelegenheit vor Gericht; danach nur unbedeutender Betrieb (bis einschließlich 1814)
1805 Gewerkschaft Hagenbeck gewinnt zunächst den Prozeß beim Ober-AppellationsGericht in Münster, womit der Streit jedoch noch nicht zuende ist, sondern die nächste Instanz angerufen wird, nunmehriger Name: Kohlengesellschaft „Auf der Goes" zu Hagenbeck
1809 Vorbereitung auf den Tiefbau
1814 nach mehreren Prozessen erhält die Gewerkschaft Hagenbeck vor dem Reichskammergericht zu Wetzlar die Berechtigung zum Tiefbau, Overrath-Niermann dagegen nur ein Teilfeld mit Stollenbauberechtigung für 3 Flöze (ob - als Folge der Entscheidung - diese gebaut worden sind, ist unbekannt)
1815 Beginn des Tiefbaus, jedoch mit Stollenschächten (u.a. Schacht Mühlenbeck); Festlegung des Bergamtes, die Zechen Fettlappen und Reckstadt in Hagenbeck zu benennen, da mehrere Gewerkschaften auf diesen Flözen bauen
1820 gemeinsamer Betrieb mit Krabbenbank, mit welcher bereits seit
1764 gemeinsamer Besitz des Flözes Rieckenbank
1836 4.5. endgültige Konsolidierung mit Krabbenbank und anderen zu Ver. Hagenbeck [Hagenbeck, Nettelnkönig, Wiehagen, Krabbenbank
(einschließlich der gemeinsam mit zu Hagenbeck gehörenden Rieckenbank) 1837 Übergang auf Tiefbau: Teufbeginn Sch. 1 (nördlich Hagenbeck-/östlich Hirtsiefer Straße)]
1838 Beginn Auffahrung Querschlag auf der 46-Lachter-Sohle aus dem Feld der Zeche Schölerpad, Sch. 1 erreicht Karbon bei 23 m, 17.12./31.1.1839 Verleihung der Längenfelder Ver. Hagenbeck, Flöz Nettelkönig und Ver. Hagenbeck, Flöz Reckstadt
1840 Inbetriebnahme Wasserhaltungsdampfmaschine, Ansetzen Sohlen bei 27 Lachtern = 56 m und 32 Lachtern = 67 m zum Aufschluß von Flöz Rieckenbank, Förderbeginn, 2375 1/4 prT
1841 Ansetzen Fördersohle = 1. S. = 48 Lachter = 100 m(-19 m), 16.12. Wassereinbruch: Absaufen
1842 Mai: Beginn Sümpfen, Tieferteufen Schacht bis 54 1/2 Lachter, erneuter Förderbeginn
1844 Ansetzen 2. S. = 80 Lachter = 167 m(-86 m)
1847 Einrichtung Pferdeförderung unter Tage
1850 Teufbeginn Sch. 2 (neben Sch. 1, später gestundet)
1851 (1851/52 und 1854 größte Zeche im Ruhrrevier)
1853 17.10. Verleihung der Geviertfelder Hagenbeck V und VI
1854 Ansetzen 3. S. = 229 m (-148 m), 13.8. Konsolidierung der Berechtsame
1857 Weiterteufen Sch. 2: Karbon = 24 m
1858 Sch. 2 bis 1. S.
1859 Sch. 2 bis 2. S.
1861 Verleihung Geviertfeld Hagenbeck IV
1864 Tieferteufen Sch. 1 und Ansetzen 4. S. = 140 Lachter = 292 m (-211 m)
1866 Sch. 2 bis 3. S., 8.8. und 18.9. Verleihung der Geviertfelder Hagenbeck I-III
1867 20.8. Konsolidierung der Berechtsame
1869 Anschluß an 4 Eisenbahnlinien, 31.1. Verleihung Geviertfeld Hagenbeck IV
1870 erhebliche Bergschädenkosten, u.a. im Gebiet der Kruppschen Werke, 29.4. Konsolidierung der Berechtsame, 187296 t, 638 B
1872 Sch. 1 wird Wetterschacht mit Wetterofen
1873 Tieferteufen Förderschacht 2 bis 4. S.
1875 Teufbeginn Wetterschacht im Südfeld (Frohnhausen)
1876 Wetterschacht in Betrieb (46 m Teufe), Teufen Wetterschacht im Ostfeld = Beckstadter Wetterschacht (in Holsterhausen) bis 1. S., 23 Feierschichten
1884 Sch. 1: Ersatz Holzausbau durch Mauerung
1888 Sch. 1: Erweitern von 2. S. bis 4. S., Tieferteufen Sch. 2 und Ansetzen 5. S. 398 m (-317 m)
1889 Sch. 1 bis 4. S. in Betrieb
1891 Tieferteufen Sch. 1 bis 5. S.
1892 48 Feierschichten
1893 Teufen Wetterschacht im Westfeld
1894 Wetterschacht Holsterhausen (bis 2. S.): Ersatz des Wetterkamins durch Lüfter
1896 Wetterschacht im Westfeld bis 4. S. = 292 m, Inbetriebnahme Kokerei, Berechtsame: 4 Geviert- und mehrere Längenfelder; insgesamt 4 Schächte in Betrieb, davon 2 Wetterschächte
1897 Besitzerwechsel: Mülheimer Bergwerksverein, Rückbenennung aus Ver. Hagenbeck, Berechtsame: 4 Geviertfelder sowie mehre-
re Längenfelder = 5,3 km'; Anlagen: Schächte 1/2 bis 5. S. = 398 m(-317 m), Wetterschacht Holsterhausen, dazu ein weiterer Wetterschacht, Kokerei
1898 Tieferteufen Sch. 1, Übernahme Grubenfelder der stillgelegten Zechen Hobeisen und Neuschölerpad (letzteres von Ver. Sälzer & Neuack, diese baute dort zunächst noch weiter) und Beginn Aufschluß Neuschölerpad sowie Sümpfen, Erweiterung der Kokerei von 60 auf 90 Öfen
1899 6.1. Teilung der Längenfeldberechtsame in Ver. Hagenbeck (verbleibt), Essen 1 (zu Fried. Krupp), Victoria Mathias 1 (zu Victoria Mathias), Graf Beust 1 (zu Graf Beust), Friedrich Ernestine 1 (zu Friedrich Ernestine) und Zollverein 1 (zu Zollverein), Wetterschacht 1: Abteufen bis 4. S. = 292 m und Aufbrechen von 5. S. sowie Einrichtung als Förderschacht, Förderschacht 2 erhält eisernes Fördergerüst, Wetterschacht im Westfeld (Frohnhausen): Durchschlag mit 142 m-Aufbruchsohle, geplant: Abbau im Feld Humboldt
1900 Sch. 1 erhält eisernes Fördergerüst und Durchschlag mit 5. S., Durchschlag mit Humboldt
1901 16.8. Bruch Fördermaschine Sch. 2: einige Wochen eingeschränkte Förderung
1902 Teufen Bergeschächtchen (2 m o) bis Flöz Rieckenbank, Abbaubeginn in den Feldern Hobeisen und Neuschölerpad
1904 Inbetriebnahme Brikettfabrik
1905 Erweiterung Wetterschacht Holsterhausen, Neuschölerpad: Inbetriebnahme Brikettfabrik
1906 Tieferteufen Wetterschacht Holsterhausen
1908 Tieferteufen Sch. 2, Wetterschacht Holsterhausen bis 4. S. und Errichtung hölzernes Fördergerüst
1910 Sch. 2: Ansetzen 6. S. = 526 m(-445 m), Durchschlag 4. S. mit Rosenblumendelle, Feld Neuschölerpad: Schächtchen (2 m o) vom Tage bis Flöz Sonnenschein
1911 Aufbrechen Wetterschacht Holsterhausen ab 5. S.
1912 Wetterschacht Holsterhausen bis 5. S. in Betrieb
1922 Teufbeginn Wettersch. 3 (200 m westlich von 1/2)
1923 Wettersch. 3 ab 1. S. = 92 m in Betrieb, Aufgabe und Verfüllung eines Wetterschachtes, zusammen 4 Schächte: 1/Fördersch. 2/Wettersch. 3 und Wetterschacht Holsterhausen
1925 Wettersch. 3 bis 3. S. = 224 m
1926 Berechtsame: 5,3 km²
1927 Wettersch. 3 bis 4. S. = 287 m (322 m Endteufe), Stilllegung Brikettfabrik, 1.10. Stilllegung Kokerei
1928 15.7. Fördereinstellung, Übernahme durch Rosenblumendelle