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Die Namensgebung der Schachtanlage geht auf den Freiherrn von Diergardt zurück. Dieser gibt dem 1872 verliehenen Grubenfeld seinen Vornamen "Friedrich-Heinrich".

Im Zuge der Betriebszusammenfassung der DSK wird das Bergwerk "Friedrich-Heinrich/Rheinland" zum 01.01.2002 in "Bergwerk West" umbenannt. Das Bergwerk ist mit der Schachtanlage Rossenray zu einem Förderverbund zusammen geschlossen und ist das einzige noch fördernde Steinkohlenbergwerk am linken Niederrhein. Die Schachtanlage Rossenray förderte ihre Kohle seit 1978 erst über Pattberg und Rheinpreussen (Rheinland), ab 1990 wird dann die Förderung über die Zentralschachtanlage Friedrich Heinrich/Rheinland zutage gehoben.

Bergwerk Friedrich Heinrich/Rheinland

Bergwerk West
.
Eine Folgenutzung ist noch nicht geplant, da die Schachtanlage noch bis mindestens 2012 Steinkohle fördern soll.
Feldbesitz:
189.000.000 m² (2007)
erste Kohlenförderung:
1. Juli 1912 in Schacht II
Stilllegung:
für 2012 geplant
Anzahl der Schächte:
6 = 4 FH + 2 Rossenray
FH I (+28,5m),
Ø 5,10m, Förderschacht (einz.) Gefäß
FH II (+27,97m), Ø 6,10m, M-S-Schacht (einz.) Gestell
FH III (+29,99m), Ø 6,10m, W-Schacht verfüllt (ausz.) Gestell
FH IV (+28,5m), Ø 6,50m, M-Schacht (ausz.) Großkorb
Rossenray I (), Ø 7,20m, Förderschacht (ausz.) Gefäß
Rossenray II (+28,2), Ø 7,20m, M-S-Schacht (einz.) Gestell
Teufe der Schächte:
FH I = 665,9m
FH II = 959,4m
FH III = 1022,7m
FH IV = 648m
RR I = 1035m
RR II = 890m
Anzahl der Sohlen:
FH = 10
RR = 3
Teufe der Sohlen:
Friedrich Heinrich
1. Sohle =
280mS (III)
2. Sohle = 350mS (I, II, III)
3. Sohle = 400mS (I, II, IV)
4. Sohle = 450mS (I, II, III)
5. Sohle = 500mS (I, II, IV)
6. Sohle = 550mS (I, II)
7. Sohle = 600mS (I, II, III, IV)
8. Sohle = 780mS (III)
9. Sohle = 865mS (II)
10. Sohle =
976mS (III)
Rossenray
1. Sohle = 496mS
2. Sohle = 703mS
3. Sohle = 885mS
Verwertbare Förderung:
-
Geförderte Kohlensorte:
Gas-, Fett-, Eß- und Magerkohle stehen im Grubenfeld sowie Anthrazitkohle im stillgelegten Feld Niederberg an
Hauptförderung: Fett- und Eßkohle
Höchste Jahresförderung:
3,7 Mio. t/v.F. im Jahr 2005
Höchste Belegschaft:
7250 im Jahr 1950
Höchste Tagesförderung:
17.000 t/d (2006)
Grubenunglücke:
Auf Rossenray kommt es am 16. Februar 1966 zu einer Schlagwetterexplosion in einer Strecke des Flöz Präsident. Diese fordert 16 Todesopfer.
Betriebliche Besonderheiten:
Die geschlossene Bausubstanz der übertägigen Gebäude (alle datieren um 1912) sollte der Nachwelt erhalten bleiben. Besonders die durchgängige Zeile der aus Backstein erbauten Betriebsgebäude an der Friedrich-Heinrich-Allee, ist eine im Ruhrgebiet nur selten erhaltene Ausführung, da den meisten Zechen nicht genügend Platz zur Entwicklung gegeben war. Die bis 1978 in Betrieb befindliche Kokerei ist abgebrochen worden.
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