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Mansfeld

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Status: 1830 - 1963
Herkunft des Namens: unbekannt
Grubenfeldgröße: 10,6 km²
Ortslage: Bochum-Langendreer

Schachtbezeichnung
E
F
Ø
T
 -
1.) Mansfeld I (Colonia I)
Nein
3,9x6,2
537m
1857-1969
2.) Mansfeld II
Nein
3.) Mansfeld III (Colonia III)
Nein
4,65m
667m
1886-1963
4.) Mansfeld IV (Colonia II)
Nein
4,20m
855m
-1969
5.) Mansfeld V (Urbanus V)
Nein
131m
6.) Mansfeld VI
Nein
120m
-1945
7.) Mansfeld VII
Nein
321m
1953-1963
E=Erhalten, F=Foto, Ø=Durchmesser, T=Teufe,  - =Abteufbeginn/Verfüllung

 

Geschichtliche Entwicklung:

1875 entstanden durch Verbund der Zechen Ver. Urbanus und Colonia
Mansfeld (Bochum-Langendreer)
1875 entstanden durch Verbund der Zechen Ver. Urbanus und Colonia, dazu am 11.10. die Felder Königsau und Erstling & Egide, Anlagen:
Schacht Urbanus = Friedrich Wilhelm (tonnlägig): 3. S. = 149 m (-33 m) und 4. S. 188 m (-72 m), Kokerei,
Schacht Colonia: 1. S. = 61 m (+41 m NN) und 2. S. = 130 m (-28 m), Kokerei
1876 Durchschlag 1. S. zwischen Colonia und Urbanus, Tieferteufen Schacht Colonia und Ansetzen 3. S. = 229 m (-125 m)
1877 7.5. Konsolidierung der Berechtsamen zu Mansfeld; Durchschlag 2. S. zwischen Colonia und Urbanus, Urbanus: nur noch Förderung für Eigenbedarf und Landabsatz
1878 Tieferteufen Schacht Urbanus und Ansetzen 5. S. = 242 m (-126 m), Colonia: 4.10. Inbetriebnahme neue Kokerei
1879 Urbanus: 11.1. Defekt Wasserhaltung: Abdämmen 2. S., 23.4. Brand über Tage und Absaufen, August: Urbanus wieder gesümpft
1880 Durchschlag 3. S. zwischen Colonia und Urbanus
1881 Urbanus: Teufen gebrochener Wetterschacht
1882 Zubruchgehen mehrerer Bauabteilungen, 16.5. Vertrag über Abbau im Geviertfeld Junger Hermann (Kuxenmehrheit bei Mansfeld), Berechtsame damit 6,5 km²
1883 Urbanus: gebrochener Wetterschacht bis 1. S. in Betrieb
1884 Aufschluß Feld Glück & Segen, Abbaubeginn im Feld Junger Hermann
1886 Colonia: Teufbeginn Wetterschacht Colonia 3 (Am Neggenborn, südlich von Schacht Colonia): Karbon bei 13 m, Übernahme Feld Glück & Segen
1887 Colonia: Wetterschacht Colonia 3 bis 2. S. und Durchschlag mit Schacht Colonia, Abbaubeginn im Feld Glück & Segen
1888 Colonia: Tieferteufen Wetterschacht Colonia 3 bis 3. S. = 213 m (-128 m)
1890 Colonia: Wetterschacht Colonia 3: Ansetzen 4. S. = 292 m (-207 m), 263104 t, 955 B
1891 Colonia: Inbetriebnahme Wetterschacht Colonia 3 und Abbaubeginn auf 4. S., Urbanus: nur noch Eigenbedarfsförderung, Stilllegung Kokerei
1893 Colonia: Tieferteufen Schacht Colonia bis 4. S. = 309 m (-205 m)
1897 Colonia: Tieferteufen Schacht Colonia = Colonia 1, Teufbeginn Schacht Colonia 2 (100 m neben Schacht Colonia 1)
1898 endgültiger Erwerb des Feldes Glück & Segen, Berechtsame: 7,1 km²
1899 Colonia: Schacht Colonia 1: Ansetzen 5. S. = 415 m (-311 m), Sch. 4 bis 4. S. für Bergeförderung in Betrieb
1900 Colonia: Schacht Colonia 2 bis 5. S., 313293 t, 1387 B
1901 Urbanus: Teufbeginn Wetterschacht Urbanus 5 im Feld Glück & Segen (Bochum-Querenburg, heute: Kraftwerk der Universität), Erwerb Felder Hermann und Halter
1902 Urbanus: Wetterschacht Urbanus 5: Ansetzen 1. S. = 118 m(-2 m), Erwerb Feld Streifen (0,065 km²)
1903 Urbanus: Wetterschacht Urbanus 5 in Betrieb, Schacht Urbanus: Fördereinstellung, Aufgabe Feld Halter wegen Unbauwürdigkeit
1904 Aufgabe Feld Urbanus und Verfüllung Schacht Urbanus
1905 Schacht Colonia 3: Fördereinstellung, nur noch Wetterschacht
1906 Tieferteufen Schacht Colonia 1
1907 Umbenennungen: Colonia 1 = Sch. 1, Colonia 2 = Schacht 4, Colonia 3 = Wetterschacht 3, Urbanus 5 = Wettersch. 5, Anlagen: 1/4, 3 und 5; Sch. 1: Ansetzen 6. S. = 516 m(-412 m), Tieferteufen Sch. 4
1908 Sch. 4 bis 6. S., Wettersch. 5: Tagesaufhauen in Flöz Sonnenschein
1909 1/4: 20.7. Schlagwetterexplosion (5 T)
1910 Erwerb der unverritzten Felder Leonhard I und II von Berneck (2 km²), Berechtsame: 12,5 km²
1912 Aufbrechen Wettersch. 3 von der 5. S. = 395 m (-310 m) zur 4. S.
1915 Förderbeginn ab 5. S.
1917 1/4: 5.9. Schlagwetterexplosion (13 T)
1922 Erwerb Feld Junger Hermann
1923 Erwerb Feld Streifen
1926 Sch. 4: Ansetzen 7. S. = 670 m (-566 m), Berechtsame: 11,8 km²
1932 Berechtsame: 11 km²
1934 Umbau Sch. 4 zum Hauptförderschacht
1935 Hauptförderschacht 4 in Betrieb
1938 Sch. 4: Förderbeginn ab 7. S.
1941 Wettersch. 3 bis 6. S. = 495 m(-410 m)
1943 Stilllegung und Aufgabe Wetterschacht 5
1944 tiefste Sohle: 8. S. = 824 m (-720 m, gelöst mit Blindschächten), Sch. 6 wieder in Betrieb (1945 endgültig aufgegeben)
1945 15.1. Bombenangriff (61 T über Tage) und weitgehende Betriebseinstellung wegen der Schäden, Absaufen 7. S. und 8. S., ab August Sümpfen, Förderbeginn in Sch. 3
1946 Sümpfen 7. S. und 8. S.
1947 Anlagen: 1/4 und 3, Hauptfördersohle: 7. S. = 662 m(-564 m)
1948 Wiederinbetriebnahme der 1945 zerstörten Kokerei
1950 Berechtsame: konsolidierte Mansfeld, Junger Hermann, Glück & Segener Erbstolln, Halter, Streifen, Verbindungsbank-Nord sowie Vincenz-Nord, gesamt: 10,6 km²
1953 Teufbeginn Wettersch. 7 (in Langendreer-Kaltehardt, südlich der Bundesstraße 226, westlich vom ehemaligen Schacht Urbanus)
1955 Wettersch. 7 bis 4. S. in Betrieb
1959 Sch. 3 bis 7. S. = 648 m(-563 m), Tieferteufen Sch. 4 ab 7. S.
1961 Sch. 4 bis 8. S.
1963 31.1. Stilllegung, Verfüllung Schächte 3 und 7, Schächte 1/4 bleiben bis 5. S. offen für Wasserhaltung von Robert Müser, Abbruch Tagesanlagen
1968 Juni: Einstellung Wasserhaltung nach Stilllegung von Robert Müser
1969 März: Schächte 1 und 4 sind verfüllt