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Richradt | Richrader Berg

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Status: ? - 1910
Herkunft des Namens: Nach Ortslage "am Richrader Berg"
Grubenfeldgröße: unbekannt

Schachtbezeichnung
E
F
Ø
T
 -
1.)
Caroline
Nein
2.)
Theresia
Nein
3.)
Beatrix
Nein
4.)
Förderschacht (Dreckbank)
Nein
4,5x2,25m
378m
1911
5.)
Rohrschacht (Pumpenschacht)
Nein
2,00m
230m
1911
E=Erhalten, F=Foto, Ø=Durchmesser, T=Teufe,  - =Abteufbeginn/Verfüllung

Geschichtliche Entwicklung:

Anf. 1700 entstanden aus Richrader Berg
1751 4.10. eine der ersten nachweisbaren Belehnungsurkunden vom Abt von Werden: Advokat Schmitz erhält Konzession: den Gewerken wurde gestattet, .... die im Richrader Berg befindlichen Kohlenbänke sowohl, als die im Nöckersberg durch zwei Kniepep (= kleine Verwerfungen) abgeschnittenen Kohlenbänke nicht nur durch einen Mittelstollen von dem Unter Hesper-Bach an, sondern auch danebst durch einen tiefsten anzulegenden Erbstollen aus des Nöckersmanns Wiese von der Ruhr an trocken zu machen und also bergmännisch zu bekohlen ..."
1771 4.10. Konzession vom Abt von Werden auf Mittelstollen und einen anzulegenden tiefsten Erbstollen, auch nachfolgend Betrieb
1803 Betrieb
1805 Schächte 2 und 3 in Betrieb
1811 Schächte 8 und 9 in Betrieb, Teufen Sch. 10
1815 Schächte Caroline und Theresia in Betrieb
1819 Schacht Theresia in Betrieb
1823 Schächte Theresia und Beatrix in Betrieb
1826 Schacht Beatrix in Betrieb
1830 Schacht Beatrix in Betrieb
1834 Absaufen und Sümpfen, Ansetzen je einen Stollen aus dem Hespertal und Ruhrtal (Ansatzpunkt: Am Kahr)
1835-53 außer Betrieb
um 1852 Förderung von Kohleneisenstein der Eisensteinzeche Carl Wilhelm im Schacht Dreckbank
1854 Übergang auf Stollentiefbau, Aufstellung Wasserhaltungs-/Förderdampfmaschine
1855 Inbetriebnahme tonnlägiger Schacht (später genannt „Alter Schacht Richradt"), Abbaubeginn auf 1. Tiefbausohle, Sumpfsohle = 17 Lachter seiger unter Stollensohle, Wasserabführung durch Stollen zum Hesperbach, Förderung im Schacht bis zum Tage
1857 9.3. Verleihung von 2 Längenfeldern
1858 Abbau
1860 23.1. Absaufen der Grube, Weiterauffahrung Stollen in Flöz Dickebank: 31.12. 189 Lachter Länge, 31.12. Stilllegung
1862 Teufbeginn Förderschacht, jedoch kurz darauf wieder Betriebseinstellung
1874 erneut kurzzeitige Wiederinbetriebnahme, Berechtsame: Längenfelder Richrath I und II mit Vierung, Abbau in den Flözen Abgunst, Dickebank, Schmierbank, Hippe, Feldbank und Sonnenschein, danach wieder in Fristen
1877 erneute Ausrichtung vom Schacht von Ver. Dreckbank aus auf 2. S. = 65 m und 3. S. = 127 m, jedoch geologische Störungen
1878 geringe Förderung: wahrscheinlich im Schacht der Zeche Ver. Louise
1879 Betriebseinstellung
1880 Inbetriebnahme der eigenen Tiefbauanlage: Übernahme von Ver. Dreckbank und Förderung im Schacht Dreckbank ab 3. S. (das Eisen-/Schwefelerzbergwerk Carl Wilhelm förderte bis zu seiner Stilllegung im Schacht von Richradt)
1881 Erwerb Pachtfeld Heinrich von Paul, Durchfahren Grubenfeld Paul und Aufschluß des Feldes Heinrich (Zeche Heinrich war weiterhin selbständig in diesem Feld)
1882 Abteufen Wetterschacht (westlich vom Hespertal) bis unter der Ruhrstollensohle für den Abbau im Feld Heinrich
1883 Erwerb Feld Schinkenbank (= Schinkenbank in Hamm, teilweise)
1885 Abdämmen der alten Baue und Stollen gegen Ruhrhochwasser (Durchführung der Arbeiten bis 1890)
1886 Teufen Wetterschacht (neben Förderschacht) bis 1. S. = 43 m
1887 Teufbeginn Rohrschacht (direkt neben Förderschacht, d.h. ohne Bergfeste dazwischen, Querschnitt: 2,5 m²)
1889 Rohrschacht bis 3. S., Anpachtung Feld Ver. Louise (= 2 Längenfelder)
1891 Tieferteufen Förder-/Rohrschacht ab 3. S.
1892 Förderschacht (= Schacht Dreckbank): Ansetzen 4. S. = 227 m, Teufen Wetterschacht im Feld Heinrich, Baufeld: Richradt, Heinrich, Schinkenbank in Hamm (teilweise), Paul (teilweise), Pachtfeld Ver. Louise
1893 2 Schächte vorhanden: Förder-/Rohrschacht und 1 Wetterschacht
1894 Teufbeginn Wetterschacht bis 1. S. = 40 m
1896 Erwerb Pachtfeld Ver. Louise und Aufschluß
1898 Aufschluß Pachtfeld Heinrich Joseph, Berechtsame: 5 Längenfelder sowie pachtweise 2 Längenfelder Ver. Louise
1899 Tieferteufen Förder-/Rohrschacht
1900 Ansetzen 5. S. = 305 m, Abgabe Feld Schinkenbank an Paul
1901 Förderschacht: Ansetzen 6. S. = 380 m
1903 Lösung Standwässer der teilweise abgesoffenen Zeche Paul, pachtweise Ausbeutung der Längenfelder Heinrich Joseph und Paul, völliger Erwerb des Längenfeldes Ver. Louise; Berechtsame: 6 Längenfelder mit Vierung (einschließlich Schinkenbank)
1905 Einstellung Kohleneisensteinabbau durch Zeche Carl Wilhelm, 1.4. Inbetriebnahme Brikettfabrik
1906 Ausrichtung Pachtfeld Paul auf 4. S.
1907 zur Berechtsame gehören auch Längenfeld Schinkenbänksgen und Geviertfeld Wenneswald (= 1 km²), Berechtsame: 2,3 km²
1910 1.11. Stilllegung nach Abbau der besseren Flözpartien