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Ver. Stock & Scherenberg | Stock & Scherenberg Hauptgrube

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Status: ? - 1902
Herkunft des Namens: unbekannt
Grubenfeldgröße: unbekannt

Schachtbezeichnung
E
F
Ø
T
 -
1.)
Beust
Nein
1,83x2,83
217m
2.)
Wetterschacht tonnl.
Nein
1,5x3m
134m
3.)
Hövel
Nein
2,2x3,3m
290m
4.)
Wetterschacht tonnl.
Nein
2x2m
175m
E=Erhalten, F=Foto, Ø=Durchmesser, T=Teufe,  - =Abteufbeginn/Verfüllung

Geschichtliche Entwicklung:

1547 erste Erwähnung als Kohlenberg In der Dykerdellen bzw. Kohlenberg In den Stocken
ab 1650 auf den Stock und Scherenberger Gruben Übergang vom Abbau in „Kohlpüffen" auf Stollenbetrieb mit den tonnlägigen Göpelschächten Petrus, Adam, Catharina, Caroline und anderen
1704 28.5. Vergleich zwischen Scherenberg und Stock (s. auch Scherenberg bzw. Stöcker Hauptgrube) bezüglich Abgrenzung des Abbaus in den einzelnen Flözen: unter der Jutermanns-Stollnsohle Abbau durch Stock & Scherenberger Hauptgrube sowie Stöcker Hauptgrube
um 1737 neben den Sieper & Mühler Gruben größter Bergwerksbetrieb im Märkischen
ab 1750 fast alle Abbaurechte in der Haßlinghauser Mulde erworben, genannt werden die tonnlägigen Göpelschächte Lucas, Sophia, Johann Friedrich, Justus, dazu 1 seigerer Wetterschacht sowie etliche Wetterüberhauen, verliehene Flöze: Lehnbank, Gertgesbank, Eggerbank, Feldgesbank (Feldgesbänker Striepen und Lehnbänker Striepen)
1780-90 erste Wasserlösung durch Trapper- oder Schlebuscher Erbstolln
1781 nach Schlebuscher Erbstolln eine der größten Zechen
1796 genannt wird Stock & Scherenberger Tiefster Stollen, Monatsförderung der 4 Gruben Lehnbank, Gertgesbank, Eggerbank und Feldgesbank
1805 ergiebigste und reichhaltigste Zeche der Mark
1821 Zusammenfassung von Gertgesbank und Lehnbank, Abbau an den Schächten Gerhard, Rosa und Versuchsschacht, Hauptschacht Concordia im Teufen
1825 Luftschacht und Lichtloch 22 in Betrieb, Inbetriebnahme Schacht Concordia (zweispänniger Pferdegöpel, auch Förderschacht für Stöcker Hauptgrube), zweite Wasserlösung durch den Schlebuscher Erbstolln
1830 Schächte Concordia und Max in Betrieb, erste Bremsberge
1834 Stilllegung Schacht Concordia
1835 Schächte Max, Carl und Felix in Betrieb
1840 Schächte Jahn und Clara in Betrieb
1844 Verleihung Längenfeld Theodor
1845 Schächte Jahn und Heinrich in Betrieb, Taufbeginn seigerer Tiefbauschacht Beust (in Sirrenberg, Rasenhängebank: +222 m NN)
1846 Schacht Beust: Erreichen des Niveaus der Stock & Scherenberger Erbstollens = 33 Lachter und dort Ansetzen Wettersohle
1847 Schächte Jahn, Heinrich und Abraham in Betrieb, Schacht Beust: Ansetzen Tiefbausohle = 48 1/2 Lachter und Inbetriebnahme Dampffördermaschine, erste Kohlen aus dem Tiefbau
1848 22.7. Verleihung des mit dem Stock & Scherenberger Erbstollen durchfahrenen Längenfeldes Schwelur
1852 Betrieb, Vortrieb Erbstollen, zur Barachtsame gehören: Gertgesbank, Lehnbank, Gabe Gottes, Schwelur, Theodor, Stock & Scherenberger Erbstollen u.a.
1853 9.3./3.5.1855 Konsolidierung zu Ver. Stock & Scherenberg
entstanden durch Konsolidierung von Stöcker Hauptgrube, Stock & Scherenberger Hauptgrube und Das hätte ich nicht gedacht, provisorische Tiefbausohle = 48 1/2 Lachter zwischen dem Dreckbänker und höheren Stock & Scherenberger Erbstollen = Wettersohle = 33 Lachter, Verleihung des mit dem Erbstollen gelösten Geviertfeldes Ernst
1854 Abbaubeginn Kohleneisensteinflöz (= Blackband) für die Erzzeche Union I, Errichtung Kokerei bei der Haßlinghauser Hütte, 750 m lange Pferdebahn dorthin
1857 Vortrieb Erbstollen
1860 neuer Wetterschacht in Betrieb
1862 geringe Förderung
1864 Beginn Ausrichtung einer neuen Sohle
1865 weiterhin Wasserlösung durch Dreckbänker Erbstollen
1869 Pferdeeisenbahn zur Erzzeche Neu-Haßlinghausen
1870 Teufen Schacht Beust bis zur Dreckbänker Erbstollensohle = 139 m(+83 m NN)
um 1875 Stilllegung Kokerei
1883 Schacht Beust: Wiederaufnahme Kohleneisensteinabbau für Zeche Union 1 gemäß Vertrag mit dem Hörder Bergwerks- & Hütten-Verein
1886 noch kein Tiefbau, in Betrieb: Förderschacht Beust, die alten Schächte Concordia und Jahn sowie Wetterschächte
1889 Erwerb Dreckbank (mit dem Dreckbänker Erbstollenrecht)
1890 Schacht Beust: Kokerei in Betrieb
1892 11 Schächte vorhanden, Wettersohle = 131 m, tiefstes Ort = 162 m
1893 Tieferteufen Schacht Beust für Tiefbau unterhalb der Dreckbänker Erbstollensohle
1894 Ansetzen 1. S. = 213 m(+9 m NN), 11 Schächte: Förderschacht Beust sowie 10 Wetterschächte in den Abteilungen
1895 Berechtsame: mehrere Längenfelder auf beiden Flügeln der Herzkämper Mulde und 1/3 des Dreckbänker Erbstollens
1896 12 Schächte vorhanden, Beginn Tiefbauförderung, Stilllegung Kokerei am Schacht Beust
1898 Teufen Wetterschacht für Schacht Beust, 25.6. Konsolidierung zu Stock & Scherenberg entstanden durch Konsolidierung von Ver. Stock & Scherenberg und Herzkämper Mulde, Berechtsame: mehrere Längenfelder und 2/3 des Dreckbänker Erbstollens, dazu Erzzeche Union I, Betriebsanlagen:Stock & Scherenberg: Förderschacht Beust (bis 1. S. = 213 m[+9 m NN]), 1 Wetterschacht, 3 Wetteraufhauen zum Tage, Herzkämper Mulde: Förderschacht Hövel (bis 1. Tiefbausohle = 285 m, Wettersohle = 198 m), Wetterschacht Heinrich (bis Wettersohle = 92 m),
1899 Intensivierung des Betriebes, Weiterauffahrung der Hauptquerschläge auf Dreckbänker Erbstollensohle = + 131 m NN nach Norden, ab 1.7. Durchführung des Verbundes, Durchschlag zwischen den Schächten Beust und Hövel auf der 1. Tiefbausohle
1901 Schacht Hövel: nur noch Förderung für Landabsatz
1902 Schacht Beust: Einstellung Eisensteinabbau, 15.2./1.1.1903 Konsolidation zu Deutschland