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Graf Beust | Graf Beust & Ernestine

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Status: 1821 - 1929
Herkunft des Namens: Nach dem Namen des rheinischen Berghauptmanns Ernst August Graf von Beust (1783-1859)
Grubenfeldgröße: unbekannt

Schachtbezeichnung
E
F
Ø
T
 -
1.) Graf Beust I - Dahlmeyer
Nein
3,23x3,61
535m
1839-1963
2.) Graf Beust II - Ernestine
Nein
5,00m
406m
1842-1966
E=Erhalten, F=Foto, Ø=Durchmesser, T=Teufe,  - =Abteufbeginn/Verfüllung

Geschichtliche Entwicklung:

1838 7.4. Beantragung Schurfschein, 12.3. Beginn der ersten Bohrung in der späteren Mutung Ernst am Sassenberg (nahe Sessenbergstraße), am Jahresende Aufgabe dieser Bohrung
1839 24.12. Ausstellung eines zweiten Mutscheines auf ein angrenzendes Feld, Gründung Gewerkschaft, Beginn der zweiten Bohrung
1840 31.1. zweite Bohrung erreicht in 26 1/2 Lachtern = 54 m Teufe ein 28"-Flöz und am 1.2. ein 32"-Flöz, 31.1. Einlegen Mutung Ernst, 12.5. Teufbeginn Schurfschacht Ernst (nachfolgend genannt Dahlmeyer = Sch. 1, Abmessungen: 142 x 60"), zum Jahresende Erreichen des Karbons bei 18 1/2 Lachtern = 39 m Teufe
1841 18.3. Schurfschacht: 21 1/2 Lachter = 45 m Teufe, 22.3. Umbenennung Mutung Ernst in Graf Beust, Auffahrung Querschlag nach Süden: bei 28 Lachtern = 58,5 m Länge Aufschluß des zuerst angebohrten Flözes und Inaugenscheinnahme, 4.7. Verleihung Geviertfeld Graf Beust, Tieferteufen Schurfschacht: bei 32 Lachtern = 57 m Teufe Aufschluß des zweiten Flözes und Ansetzen der Strecken, Jahresende: Ansetzen Wettersohle = 42 Lachter = 88 m (-9 m), erste Kohlenförderung
1842 2.1. Förderbeginn, Teufbeginn Wasserhaltungsschacht Ernestine = Sch. 2 (40 m westlich von Sch. 1), Anwendung Vollversatz zur Vermeidung eines Mergelwasserdurchbruches, dazu 17 Lachter = 36 m starker Sicherheitspfeiler (d.h. Abbau erst ab 75 m Teufe)
1843 Sch. 1 : Ansetzen Fördersohle = 1. S. = 46 Lachter = 96 m, Sch. 2 erreicht Karbon bei 36 m
1844 Sch. 2 erreicht 1. S.
1845 Tieferteufen Sch. 2
1847 Sch. 2: Ansetzen 2. S. = 70 1/2 Lachter = 148 m (-69 m)
1850 Bohren Wetterschacht
1851 8.7. gemäß Lösungsvertrag Abbaubeginn im Feld Ernestine
1852 Wetterschacht in Betrieb
1853 Tieferteufen ab 2. S., Errichtung Pferdebahn über Victoria Mathias und Ver. Helene & Amalie zur Ruhr bei Mülheim
1854 1.1. Verpachtung an Phoenix
1855 Ausrichtung der 3. S. = 99 Lachter = 207 m (-128 m)
1858 Pferdebahn nach Mülheim in Betrieb (nur bis 1865 benutzt)
1861 Tieferteufen Wasserhaltungsschacht Ernestine = Sch. 2 ab 3. S
1862 Sch. 2: Ansetzen 4. S. = 120 1/2 Lachter = 252 m (-173 m)
1864 1.4. Verpachtung an Fried. Krupp
1865 Sch. 1: Ansetzen 5. S. = 150 Lachter = 314 m (-235 m), Wassereinbruch im Feld Ernestine und Abdämmung
1866 Inbetriebnahme Kokerei
1867 wieder Abbaubeginn im Feld Ernestine (angeblich stand dort ein Schacht westlich vom Schacht Wilhelm der Zeche Königin Elisabeth)
1868 Abwerfen des Wetterbohrschachtes
1870 Mai: Brand unter- und über Tage: bis 1.9. Betriebseinstellung, Errichtung eisernes Fördergerüst (zweites im Ruhrrevier)
1871 21.12. Abbauberechtigung im Teilfeld Ernestine, später Abgabe diese Feldesteiles, neuer Pachtvertrag mit Fried. Krupp
1878 Feldertausch mit Friedrich Ernestine und Königin Elisabeth
1884 2.1. Ende des Pachtvertrages mit Fried. Krupp, Durchschlag mit Friedrich Ernestine und Victoria Mathias, Abbau auf 6. S. = 397 m (-318 m)
1893 Abbaubeginn im westlichen Feld von Friedrich Ernestine
1894 Unterfahrung Sch. 2 auf 6. S.
1895 Sch. 2 bis 6. S., Berechtsame: 1 Geviertfeld (1 km²)
1896 Sch. 2 wird Förderschacht, Sch. 1 wird Wetterschacht, Zusammenbruch Sch. 1 zwischen 4. S. und 5. S.: 3 Monate Aufwältigung, Abbau im Feld Ernestine beendet 1897 Erwerb der stillgelegten Zeche Ver. Hoffnung & Secretarius Aak einschließlich Grubenfeld Neuwerk
1898 Tieferteufen Sch. 1 zur 7. S. = 525 m (-446 m), Wasserhaltung auch für Victoria Mathias nach dortigem Schachteinsturz (bis 1900)
1899 6.1. Übernahme Längenfeld Graf Beust 1 von Hagenbeck, Berechtsame: 3 km², Beginn Ausrichtung 7. S.
1901 Abbauvertrag mit Victoria Mathias: Abbau im Südfeld oberhalb der 6. S. Victoria Mathias
1902 Sch. 2 bis 7. S.
1903 Tieferteufen Sch. 2
1905 11.1. - 4.2. Streik, Tieferteufen Sch. 1
1906 Ansetzen 8. S. = 628 m (-549 m)
1910 Abbau zwischen 5. S. und 8. S., Sch. 2 bis 8. S.
1913 Teufen Blindschacht ab 8. S.
1914 Ansetzen 9. S. = 789 m (-710 m) im Blindschacht
1915 Sch. 2 bis 9. S., 31.3. Stilllegung Kokerei
1918 Abbaubeginn auf 9. S.
1921 Durchschlag 9. S. mit Victoria Mathias, 9.3. Angliederung an RWE, 15.12. Wiederinbetriebnahme Kokerei
1925 10.9. Stillegung Kokerei
1928 Feld Ernestine abgebaut
1929 1.3. Stilllegung der Tagesanlagen, Baufeld mit Schächten zu Victoria Mathias (31.7.1952 Auflösung Gewerkschaft Graf Beust und Übertragung auf Gewerkschaft Victoria Mathias)