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Victoria Mathias

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Status: ? - 1965
Herkunft des Namens: Nach den Grubenfeldern
Grubenfeldgröße: unbekannt

Schachtbezeichnung
E
F
Ø
T
 -
1.)
Mathias
Nein
6,00m    
2.)
Victoria Mathias I (Gustav)
Nein
3,00m 410m 1847-1966
3.)
WS Südfeld
Nein
    1870-1887
4.)
Victoria Mathias II
Nein
4,50m 290m 1898-1966
5.)
Victoria Mathias III (Friedr. Ernest. II)
Nein
3,20m 338m 1897-1966
6.) Victoria Mathias IV (Friedr. Ernest. I)
Nein
4,70m 563m 1865-1966
7.) Victoria Mathias V (Graf Beust I)
Nein
3,23x3,61 535m 1839-1963
8.) Victoria Mathias VI (Graf Beust II)
Nein
5,00m 406m 1842-1966
E=Erhalten, F=Foto, Ø=Durchmesser, T=Teufe,  - =Abteufbeginn/Verfüllung

Geschichtliche Entwicklung:

1845 8.3. entstanden aus Mathias durch Konsolidierung der Geviertfelder Mathias, Victoria und Entschädigung, Berechtsame: 3 km², Schacht Mathias (Querschnitt: 6 m²): 1. S. = 51 Lachter = 107 m(-35 m), Kokerei
1846 Tieferteufen Schacht und Ansetzen 2. S. = 65 Lachter = 136 m(-64 m), Bohren eines Schächtchens von 30" Durchmesser neben dem Förderschacht für Bewetterung (bis 1863 in Betrieb)
1847 Bohren eines zweiten Wetterschächtens mit gleichem Durchmesser (bis 1867 in Betrieb)
1849 erste Separation und Wäsche im Ruhrrevier
1850 Tieferteufen Schacht
1851 Ansetzen 3. S. = 87 1/2 Lachter = 183 m(-111 m)
1856 Tieferteufen Schacht Mathias
1857 Teufbeginn Schacht Gustav (westlich Viehofer-/Beisingstraße, ca. 400 m nordöstlich von Schacht Mathias)
1858 Schacht Mathias: Ansetzen 4. S. = 104 1/2 Lachter = 218 m(-148 m), Schacht Gustav: Karbon bei 39 1/4 Lachtern = 84 m und Ausmauern, 11.8. Verleihung Geviertfeld Georg Mathias, 1858-1869 größtes Bergwerk im Ruhrrevier
1859 Schacht Gustav: Ansetzen Wettersohle = 2. S. von Schacht Mathias
1861 Schacht Gustav: Ansetzen 1. S. = 237 m(-167 m), 2. S. = 278 m(-208 m) und Förderbeginn, nachfolgend Bergschäden im nördlichen Stadtgebiet von Essen
1864 Tieferteufen Schacht Mathias
1865 Schacht Mathias: Ansetzen Sumpfsohle = 121 Lachter = 255 m(-183 m)
1870 Teufbeginn Wetterschacht im Südfeld (auf dem Hofterberg, nahe Hofterbergstraße)
1871 Tieferteufen Schacht Gustav und Ansetzen 3. S. = 307 m(-237 m)
1872 Wetterschacht bis 1. S. in Betrieb
1875 Schacht Mathias: Fördereinstellung und Umbau zum Wetterschacht
1876 Schacht Gustav: Ansetzen 4. S. = 336 m(-266 m)
1878 Schacht Gustav: Ansetzen 5. S. = 397 m(-327 m)
1884 Durchschlag 5. S. mit Graf Beust und Friedrich Ernestine
1885 Schacht Gustav: Ansetzen 6. S. = 429 m(-359 m) und Zwischensohle = 450 m (-370 m)
1886 trotz erheblicher Bergschädenkosten immer noch hohe Ausbeute
1887 Verfüllung Wetterschacht am Hofterberg
1890 Ausrichtung 7. S. = 516 m(-446 m) durch Gesenk, 17.1. Erwerb der von der Handelsgesellschaft Mathias Stinnes auf dem Zechengelände kurz zuvor in Betrieb genommenen Privatkokerei
1892 Schlagwetterexplosion (3 T)
1893 Aufgabe Wetterschacht Mathias wegen zu geringen Querschnitts und Verfüllung, Schacht Gustav bis 7. S.
1895 Ansetzen 8. S. = 603 m(-533 m) durch Gesenk, Berechtsame: 3,2 km²
1897 Aufbrechen Sch. 2 (60 m südlich von Schacht Gustav = Sch. 1) ab 7. S., Einigung mit Ver. Sälzer & Neuack wegen Berechtsamsüberschneidungen: Abgabe Feld Mathias westlich der Mathias-Verwerfung und Übernahme Hagenbecker Flözpartie östlich der Verwerfung
1898 Teufbeginn Sch. 2 vom Tage aus, bevor jedoch dieser Schacht fertig: 19.8. Zubruchgehen Sch. 1 und am 20.8. bei den Reparaturarbeiten weiterer Schachteinsturz (7 T), Betriebseinstellung, Verfüllung Sch. 1 und Neuteufen ab 140 m Teufe;
18.9. Feldesteilung in Victoria Mathias (1,8 km2) und Essen III (1,2 km²)
1899 Schacht 1 und 2 bis 5. S. = 397 m(-327 m), 6. S.-8. S. noch unter Wasser, 6.1. Erwerb Längenfeld Victoria Mathias 1 von Hagenbeck, Erwerb Feldesteil von Zollverein, 3.10. Abgabe Feld Essen III an Fried. Krupp AG (= Ver. Sälzer & Neuack) 1900 Sch. 1 bis 7. S. wieder fertig, Sch. 2 bis 6. S., wieder Förderaufnahme in den Schächten 1 und 2
1901 Sch. 2 bis 7. S., Abbauvertrag mit Graf Beust. Abbau im Südfeld unterhalb der 6. S.
1903 Sch. 2: Förderung ab 7. S.
1908 Tieferteufen Sch. 2
1909 Sch. 2: Ansetzen neue 8. S. = 618 m(-548 m)
1910 Sch. 2: Förderbeginn ab neue 8. S., Vertrag zur Leuchtgaslieferung an die Stadt Essen, 24.11. Schlagwetterexplosion (5 T)
1911 Beginn Aufschluß des Nordfeldes
1913 Sch. 1: Aufbrechen und Tieferteufen zur 8. S.
1914 Sch. 1: Ansetzen 9. S. = 780 m(-710 m)
1916 Sch. 1 in Betrieb bis 9. S.
1918 Sch. 2: Aufbrechen ab 9. S.
1921 Durchschlag 9. S. mit Graf Beust, Wasserhaltung nun auf Graf Beust, 20.10. Schlagwetterexplosion (9 T), 9.3. Angliederung an RWE
1927 27.7. Teilung Feld Georg Mathias in Georg Mathias 1 und Georg Mathias 11, Abgabe Georg Mathias 11 an Ver. Sälzer & Neuack
1929 1.3. Übernahme Grubenfeld der stillgelegten Zeche Graf Beust (Gewerkschaft Graf Beust jedoch bergrechtlich noch bis 1952 selbständig, 2 Schächte: Sch. 2 bis 9. S. = 789 m(-710 m)), Berechtsame: 4,8 km², Wasserhaltung für beide Anlagen weiterhin auf Graf Beust
1930 15.10. Stilllegung Kokerei
1934 Durchschlag 9. S. mit Friedrich Ernestine
1944 12.12. Luftangriff: auf Graf Beust 99 Tote (russische Zwangsarbeiter) im Luftschutzstollen
1945 schwere Kriegsschäden
1946 Anlagen: 1/2 (Hauptfördersohle: 9. S. = 769 m[-699 m]), Graf Beust 1/2 (Sch. 2 bis 9. S.), Berechtsame: 4,8 km²
1950 Tieferteufen Sch. 2, Graf Beust: Sch. 2: Ansetzen 1. Teilsohle = 872 m(-793 m)
1951 Sch. 2. Ansetzen 10. S. = 999 m(-929 m), Tieferteufen Sch. 1 = Gustav, Graf Beust: Sch. 2: Ansetzen 2. Teilsohle = 929 m(-850 m)
1952 Sch. 1 bis 10. S., 31.7. Auflösung Gewerkschaft und Bildung neue Gewerkschaft einschließlich Graf Beust und Friedrich Ernestine
1954 16.12. Längenfelder Victoria Mathias 1 und Graf Beust 1 werden Teil von Victoria Mathias
1956 Tieferteufen Sch. 1 = Gustav
1957 Sch. 1 erreicht 1150 m Teufe und Ansetzen 11. S. = 1122 m(-1052 m), Verbund zu Victoria Mathias, Graf Beust und Friedrich Ernestine
1957 entstanden durch Verbund der Zechen Victoria Mathias (einschließlich Graf Beust) und Friedrich Ernestine (bereits ab 31.7.1952 bergrechtlich Gewerkschaft Victoria Mathias), Berechtsame: 6,3 km² , Anlagen: Victoria Mathias: Förderanlage, Sch. 1 = Gustav: Ansetzen 11. S. = 1122 m(1052 )/ Sch. 2 bis 10. S. = 999 m(-929 m) = Hauptfördersohle,
Graf Beust: Sch. 1 (= Victoria Mathias 5), bis 8. S. = 628 m(-549 m)/Sch. 2 (= Victoria Mathias 6) bis 2. Teilsohle = 929 m(-850 m),
Friedrich Ernestine: Förderanlage, Sch. 1 (= Victoria Mathias 4/Sch. 2 (= Victoria Mathias 3), beide bis 11. S. = 975 m(-886 m), 10. S. = 893 m(-804 m) = Hauptfördersohle, Zentralkokerei
1959 31.3. Stilllegung Zentralkokerei Friedrich Ernestine
1960 Victoria Mathias: Tieferteufen Sch. 2 und Ansetzen Teilsohle 1190 m(-1120 m), 11. S. wird Hauptfördersohle
1961 Friedrich Ernestine: Tieferteufen Sch. 4 und Ansetzen 12. S. 1099 m(-1010 m)
1962 Graf Beust: Abwerfen Sch. 5
1963 Friedrich Ernestine: 13.3. (nach anderen Angaben 30.6.) Fördereinstellung und Stilllegung Baufeld; Graf Beust: Verfüllung Sch. 5
1964 Friedrich Ernestine: Verfüllung Schächte III und IV (bis 1966)
1965 30.7. Stilllegung Baufeld Graf Beust; 30.11. Stilllegung Baufeld Victoria Mathias und damit des gesamten Bergwerks
1966 Verfüllung Schächte I, II und VI sowie noch vorhandene Tagesöffnungen in den Berechtsamen Ver. Hoffnung & Secretarius Aak und Neuwerk, Abbruch der meisten Tagesanlagen