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Vollmond | Vollemond | Volle Mond

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Status: 1739 - 1926
Herkunft des Namens: unbekannt
Grubenfeldgröße: unbekannt

Schachtbezeichnung
E
F
Ø
T
 -
1.)
Vollmond I (Giesbert)
Nein
3,7x6,15
678m
1856-
2.)
Caroline
Nein
1856-
3.)
Wetterschacht 1
Nein
1869-
4.)
Wetterschacht 2
Nein
1895-1959
E=Erhalten, F=Foto, Ø=Durchmesser, T=Teufe,  - =Abteufbeginn/Verfüllung

Geschichtliche Entwicklung:

seit 1739 in Betrieb
1800 März: Wiederinbetriebnahme, Teufen Schacht Hoffnung und seigerer Maschinenschacht durch den Mergel (angeblich der eigentliche Beginn des Tiefbaus im Ruhrbergbau), Vollmond war damit am weitesten nach Norden unter den Mergel vorgedrungen (Bereich: A 43 - Werner Hellweg - S-Bahnlinie S 1/S 21)
1801 Errichtung Gebäude über Tage, Maschinenschacht: Teufeinstellung bei 27 m Teufe
1802 Aufstellung einer Feuermaschine (atmosphärische Wasserhaltungsdampfmaschine nach Newcomb, erste im Ruhrbergbau, ursprünglich bestimmt für die Zeche Ver. Charlotte in Essen-Überruhr), angeblich konnte die Maschine jedoch nicht in Gang gebracht werden: Freiherr von Romberg als Hauptgewerke erlaubte Franz Dinnendahl die Fertigstellung der Maschine (in den amtlichen Akten jedoch keinerlei Erwähnung dieses Vorgangs), Juni: Inbetriebnahme der Dampfmaschine (Leistung: 0,5 m³/Minute), Abbaubeginn
1803 Tieferteufen Maschinenschacht bis 19 5/8 Lachter (= 42 m)
1806 Oktober: Die Feuermaschine kann die starken Wasserzuflüsse nicht wältigen und Stillegung, Verkauf der Maschine
1810 Franz Dinnendahl erhält den Auftrag zum Bau einer stärkeren Wasserhaltungsdampfmaschine
1811 13.5. Wiederinbetriebnahme, Schacht Victoria (46 m Teufe): Aufstellung der stärkeren Wasserhaltungsdampfmaschine (2 m³/Minute) und Sümpfen, Juli: Abbaubeginn
1814 Oktober: Stillegung wegen zu hoher Kosten, die Dampfmaschine bleibt zum Kurzhalten des Grubenwassers in Betrieb
1815 geringer Abbau und nachfolgend Versuchsarbeiten
1816 Verkauf Wasserhaltungsdampfmaschine an Ver. Wasserschneppe
1817 geringer Kohlenabbau
1820 Betrieb
1821 12.5. Stilllegung
1849 29.9. Verleihung der 5 Geviertfelder Vollmond und Vollmond II-V Beilehn = 5,2 km²
1856 Besitzerwechsel (Steinkohlen-Bergbau-AG Luna), Teufbeginn der Schächte Giesbert (= Gisbert = Sch. 1) im Südfeld (Vollmond-/Frenkingstraße) und Caroline im Nordfeld
1857 Schacht Giesbert erreicht Karbon bei 28 m (+76 m NN), Stundung Weiterteufen der Schächte wegen der Wasserzuflüsse
1858 Weiterteufen beider Schächte
1859 Schacht Caroline erreicht Karbon bei 48 m, danach Stundung wegen Kapitalmangel
1860 Schacht Giesbert: Ansetzen 1. S. = 55 Lachter = 113 m (-9 m), Förderbeginn
1861 Tieferteufen Schacht Giesbert, Lokomotivbahn zum Bahnhof Langendreer
1862 Schacht Giesbert: 20.1. Schlagwetterexplosion (3 T)
1863 Schacht Giesbert: Ansetzen 2. S. = 183 m (-81 m)
1865 22.1. Schlagwetterexplosion (3 T)
1869 Teufen Wetterschacht
1870 6.4. reale Teilung der Berechtsame und Verkauf Teufschacht Caroline mit zugehörigem Grubenfeld (1,8 km²) an Harpener Bergbau-AG (wird selbständige Zeche), Berechtsame: 3 1/4 Felder = 3,3 km²
1871 Wasserhaltungschwierigkeiten, zeitweise Betriebseinstellung, Abgabe Feldesteil an Prinz von Preußen
1873 Wetterschacht in Betrieb
1879 Umwandlung in Gewerkschaft
1881 Inbetriebnahme Kokerei
1883 Unterwerksbau bis 300 m Teufe
1891 15.9. Besitzerwechsel (Harpener Bergbau-AG)
1892 Tieferteufen Schacht Giesbert
1894 Ansetzen 4. S. = 366 m (-264 m)
1895 Teufbeginn Wettersch. 2 (65 m nördlich von Sch. 1 = Giesbert)
1896 Wettersch. 2 bis 4. S. in Betrieb, Abwerfen bisheriger Wetterschacht
1897 Wettersch. 2: Förderbeginn
1901 Tieferteufen Sch. 2
1902 Sch. 2: Ansetzen 5. S. 488 m (-386 m, 615 m Teufe), Übernahme Teilfeld von Heinrich Gustav
1903 Sch. 2: Ansetzen 6. S. 608 m (-506 m), Durchschlag mit Heinrich Gustav
1906 Sch. 1 (= Giesbert): Ersatz Holzausbau durch Mauerung
1909 Inbetriebnahme Brikettfabrik
1911 Tieferteufen Sch. 1 und Unterfahrung auf 5. S.
1912 Sch. 1 bis 5. S.
1916 März: Stilllegung Brikettfabrik
1918 Tieferteufen Sch. 1
1919 Sch. 1: Ansetzen neue 6. S. = 653 m (-551 m)
1920 Kokerei bis Ende Januar 1924 außer Betrieb
1924 31.10. Stilllegung Kokerei
1926 1.7. Fördereinstellung und Übernahme durch Heinrich Gustav, Schächte für Wetterführung weiter in Betrieb