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Wiendahlsbank

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Status: 1924
Herkunft des Namens: unbekannt
Grubenfeldgröße: unbekannt

Schachtbezeichnung
E
F
Ø
T
 -
1.)
Friedrich
Nein
2,2x4,14
405m
 
2.)
Wilhelm
Nein
2,2x4,69
405m
 
3.)
Schulte (von Louise)
Nein
2,2x4,81
482m
 
4.) Wetterschacht gebr.
Nein
1,9x2,0m
51m
 
E=Erhalten, F=Foto, Ø=Durchmesser, T=Teufe,  - =Abteufbeginn/Verfüllung

Geschichtliche Entwicklung:

1768 8.9. Mutung Wiendahlsbänke auf 3 Flöze zu je 1 Fundgrube und 20 Maaßen und Erbstollenrecht auf einen anzulegenden tiefen Stollen (letzterer wurde hinfällig, da der Johannes Erbstollen schon 1759 verliehen worden war und seitdem in diesem Bereich aufgefahren wurde, s. dort)
1771 Betrieb auf zwei der angeführten Flöze
1774 Verleihung Längenfeld Wiendahlsbank, Lösung durch Johannes Erbstollen, Stollenbau im Brunebecketal (westlich von Kruckel) bis ins Ardeygebirge
1798 Betrieb, dann nicht mehr genannt
1836 11.3. Verleihung Längenfeld
1850 24.9./19.11. Konsolidierung zu Ver. Wiendahlsbank
der Berechtsamen Güldener Mond, Wiendahlsbank Nr. 4, Rosalie und Westermannsbank (alle am 14.9.1850 als Geviertfelder verliehen) sowie Längenfeld Wiendahlsbank
1852 Schürfarbeiten
1853 Übernahme von Teilen der Zeche Johannes Erbstollen (Johannes Nr. IV-VII und teilweise Mitgottgewagt), Teufbeginn seigerer Schacht (ab 1872 genannt Wilhelm)
1854 Schacht: Stollensohle = 20 m(+81 m NN)
1855 Ansetzen 1. S. = 25 Lachter = 52 m(+49 m NN), 70 B
1857 Ansetzen 2. S. = 50 Lachter = 105 m(-4 m)
1858 Teufen Wetterschacht (70 m südlich vom Förderschacht) bis 1. S., Förderbeginn
1866 Teufbeginn tonnlägiger Schacht
1869 Wasserhaltungsdefekt: 3 Wochen Betriebseinstellung
1870 Konsolidierung der von Johannes Erbstollen übernommenen Felder zu Ver. Wiendahlsbank, Erwerb Feld Holthausen-Wiendahlsbank von Holthausen
1872 Teufbeginn Schacht Friedrich (neben Schacht Wilhelm)
1873 Schacht Friedrich: Teufeinstellung bei 130 m wegen der Wasserzuflüsse und Förderbeginn ab 2. S., Schacht Wilhelm = Wasserhaltung
1877 Tieferteufen Wasserhaltungsschacht Wilhelm und Ansetzen 3. S. = 209 m(-108 m)
1878 Tieferteufen Förderschacht Friedrich bis 3. S.
1880 Pachtvertrag: Abbau im Feld der Zeche Holthausen (25 Jahre lang)
um 1885 Erwerb Felder Ardey & Wiendahlsbank I-III von Ver. Hamburg
1888 Erwerb stillgelegte Zeche Johannes Erbstollen, zur Berechtsame gehört Geviertfeld Lappenberg
1889 Erwerb durch Louise Tiefbau AG, großzügiger Ausbau der Zeche, 0,99 t/MS
1890 Tieferteufen Förderschacht Friedrich
1892 Schacht Friedrich: Ansetzen 4. S. = 316 m(-215 m)
1893 Tieferteufen Schacht Wilhelm und Ansetzen 5. S. = 401 m(-300 m)
1895 Inbetriebnahme Wäsche und Brikettfabrik
1897 Konsolidierung der Felder Ardey & Wiendahlsbank I-III zu Ver. Ardey & Wiendahlsbank und Bildung einer betrieblichen Einheit mit Ver. Wiendahlsbank, Berechtsa-me: 7,9 km² (einschließlich Johannes Erbstollen)
1898 Anpachtung Feldesteil von Kaiser Friedrich
1900 3 Schächte in Betrieb, Feldertausch zwischen Ver. Ardey & Wiendahlsbank und Ardey & Dreigewerke (= Ver. Hamburg & Franziska, ca. 0,1 km²), dabei Rückerwerb des Feldes Krüger, Berechtsame: 6,9 km²
1902 Tieferteufen Wetterschacht Wilhelm bis 5. S.
1903 Teufbeginn Wetterschacht (neben Schacht Friedrich)
1905 Teufen Blindschacht ab 5. S.
1906 Ausmauern Schacht Friedrich
1907 Schacht Wilhelm wird Förderschacht und Schacht Friedrich Wetterschacht, Blindschacht: Ansetzen 6. S. = 542 m(-441 m)
1909 Tieferteufen Förderschacht Wilhelm ab 6. S. (zwischen 5. S. und 6. S. noch nicht geteuft)
1910 Förderschacht Wilhelm: Ansetzen 7. S. = 656 m(-555 m), Tieferteufen Wetterschacht Friedrich, Übernahme eines kleineren Feldesteiles einschließlich Schacht Schulte von der stillgelegten Zeche Louise Tiefbau, Schacht Schulte (neugeteuft bis 6. S. = 470 m(-374 m)): Wiederinbetriebnahme als Wetterschacht, Einbau Pumpe, Sümpfen Feld Louise und dort Beginn des Restkohlenabbaus
1911 Abgabe Louise Ostfeld an Glückauf Tiefbau, Berechtsame: 6 km² (einschließlich eines Teils vom Feld Krüger)
1912 Fördersch. Wilhelm: Ansetzen 8. S. = 783 m(-682 m) und Aufbrechen von 6. S. zur 5. S., Durchschlag mit Kaiser Friedrich
1914 Schacht Friedrich: wieder Förderschacht ab 7. S.
1915 Stilllegung Brikettfabrik
1917 Absturz Förderkorb bei der Seilfahrt (4 T)
1921 Wiederinbetriebnahme Brikettfabrik
1922 Feldertausch mit Gottessegen: Abgabe von Flözteilen und Erwerb Längenfeld Rosina
1923 Fördereinstellung wegen Ruhrbesetzung
1924 2.6. Kohlenstaubexplosionen (6 T), 15.8. Stilllegung, da Fettkohle abgebaut und Absatzmangel für die noch anstehende Eßkohle, Absaufen des Grubengebäudes
1926 Abbruch der Tagesanlagen