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Katharina | Catharina

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Status: 1901 - 1972
Herkunft des Namens: nach Katharina Funke geb. Waldhausen
Grubenfeldgröße: 6,5 km²

Schachtbezeichnung
E
F
Ø
T
 -
1.) Katharina III - Ernst Tengelmann
Nein
5,00m
664m
1899-1972
2.) Wetterschacht - aufgegeben
Nein
1904>1921
3.) Katharina IV (Spülschacht)
Nein
4,50m
328m
1905-1972
4.) Wetterschacht Huttrop - Hercules II
Nein
1889-1919
5.) Katharina VI
Nein
5,25m
670m
1919-1977
E=Erhalten, F=Foto, Ø=Durchmesser, T=Teufe,  - =Abteufbeginn/Verfüllung

Geschichtliche Entwicklung:

1899 07.11.: Teufbeginn Schacht Katharina = Sch. III der Zeche Hercules im Feld Amsterdam, gleichzeitig untertägige Ausrichtung des Feldes von Hercules aus
1900 Schacht erreicht Karbon bei 36 m und Durchschlag mit 1. S. Hercules = 64 m (+39 m NN), Ansetzen 1. S. = 121 m(-18 m), Bahnanschluß
1901 01.04.: Beginn der Förderung. Ansetzen 2. S. = 198 m(-95 m), 8.12. Einsturz des 80 m hohen Schornsteins durch Sturm und Zerstörung der Tagesanlagen, Übernahme des Feldes Amsterdam, Förderbeginn als Nebenanlage von Hercules, Inbetriebnahme Brikettfabrik
1903 Grubenfeld 4 km streichend ausgerichtet
1904 Teufen Wetterschacht (neben Schacht Katharina) bis 1. S. (vor 1921 wieder aufgegeben), Teufen Gesenk ab 2. S.
1905 Teufbeginn Spülsch. IV im Ostfeld: Karbon = 29 m
1906 Katharina wird selbständig mit dem Feld Amsterdam, Gesenk: Ansetzen 3. S. 339 m(-236 m), Spülsch. IV bis 1. S. = 103 m
1907 Spülsch. IV in Betrieb, Sch. III (= Katharina): Aufbrechen ab 3. S.
1909 Sch. 3 bis 3. S. in Betrieb
1912 3. S. wird Hauptfördersohle
1913 Ausrichtung 4. S. = 499 m(-396 m) im Unterwerk
1914 Übernahme Wetterschacht Huttrop von Hercules
1919 Teufbeginn Sch. VI (ursprünglich genannt Sch. IV, neben Sch. III = Katharina) ab 2. S., Abwerfen Wetterschacht Huttrop
1920 Sch. VI: fertig von 2. S. bis 4. S., Tieferteufen Sch. III bis 4. S., Tieferteufen Spülschacht IV
1921 Sch. VI: Teufen von über Tage, Spülsch. IV bis 2. S. = 180 m
1922 Sch. VI: Förderbeginn ab 4. S.
1925 Sch. VI wird Hauptförderschacht, Sch. III wird Wetterschacht, nach Stilllegung von Hercules Übernahme der gesamten Berechtsame = 6,5 km²
1927 Tieferteufen Fördersch. 6
1929 Sch. 6: Ansetzen 5. S. = 639 m(-536 m), 15.7. Grubenbrand (4 T)
1931 Ausrichtung eines von Bonifacius angepachteten Feldesteiles
1945 Teile der Übertageanlagen durch Kriegseinwirkung teilweise zerstört
1947 Hauptfördersohle: 5. S. = 639 m(-536 m), Berechtsame: 6,5 km²
1948 Abbau bis 7. S. alt = 863 m(-760 m) mit Gesenken ab 5. S.
1951 Tieferteufen Sch. 3, Wetterschacht IV (früher Spülsch. IV) bis 3. S. = 322 m
1952 Übernahme Grubenfelder der stillgelegten Zechen Johann Deimelsberg und Centrum IV/VI. Planung der Neuanlage
1953 Neubau der Tagesanlagen, Sch. III bis 5. S., Centrum: Sch. IV: Aufwältigung 3. S. Centrum = 265 m(-171 m) und Sch. VI: Aufwältigung der 4. S. Centrum = 376 m (-282 m)
1954 Umbau Sch. III; Centrum: Tieferteufen Sch. 4 bis 5. S. Katharina (= Ka) = 624 m (-530 m), Sch. VI erhält Fördergerüst, Sümpfung Felder Centrum IV/VI und Johann Deimelsberg, Ausrichtung der 5. S. in den neuen Feldern, Teufen Transportgesenk von 5. S. bis 8. S. Königin Elisabeth (= KE) = 939 m(-863 m) zum Anschluß des Feldes Wilhelm/Emil der Zeche Königin Elisabeth
1955 Umbenennung Sch. III in Ernst Tengelmann-Schacht und Förderaufnahme ab 5. S. (600 mm-Spur), Sch. VI: Förderung (480 mm-Spur), Übernahme Feld Wilhelm/Emil von Königin Elisabeth (Wetterschacht Wilhelm bis 7. S. KE = 735 m [-663 m], Schacht Emil bis 8. S. KE = 954 m[-865 m]), Fördereinstellung auf Wilhelm/Emil, Kohlen auf 8. S. KE zum Transportgesenk und dort zur 5. S. Ka, Stilllegung Brikettfabrik Wilhelm/Emil
1956 Durchschlag 5. S. zwischen Katharina und Centrum IV/VI, Sch. VI: Fördereinstellung (weiter Seilfahrt/Materialförderung), Abbaubeginn in den Feldern Centrum IV/VI und Johann Deimelsberg, Blindschächte vorhanden von 5. S. bis 6. S. = 715 m (-612 m) und von 6. S. bis 7. S.=780 m(-677 m)
Inbetriebnahme der neuen Brikettfabrik (Rillenbriketts 25 g)
1957 Johann Deimelsberg: Restsümpfung im Bereich des Schachtes Johann 2 von 5. S. Ka aus
1958 Befahrung der alten 7. S. Johann Deimelsberg = 644 m(-566 m) bis Schacht Johann II, Wilhelm/Emil: Schacht Emil unterhalb 7. S. KE zu Bruch: Verfüllung und Neuteufen ab 7. S. KE
1960 Wilhelm/Emil: Schacht Emil bis 8. S. KE wieder in Betrieb (Zwischenförderung bis 7. S. KE), Reparatur Wetterschacht Wilhelm bis zur Schachtsohle
1962 Wilhelm/Emil: Abbaueinstellung und Stilllegung der Tagesanlagen, Katharina: Streckenbruch (3 T)
1963 Wilhelm/Emil: Tieferteufen Schacht Emil und Ansetzen 9. S. = 1050 m(-974 m), erneuter Abbaubeginn
1964 Wilhelm/Emil: Schacht Emil: Ansetzen 10. S. = 1150 m(-1074 m)
1966 16.7. Übernahme stillgelegtes Baufeld Friedrich Joachim mit Schächten (weiter offen für Wasserhaltung und Wetterführung, Sch. I bis 8. S. KE = 946 m[-869 m], Schächte Hubert I/II bis 6. S. KE = 528 m[-439 m])
1967 Katharina: Ansetzen 8. S. = 859 m(-756 m) im Blindschacht
1968 Tieferteufen Schacht Centrum VI von 4. S. bis 1. Teilsohle der 5. S.
1969 Katharina: Ausrichtung 6. S. und 7. S.
1972 30.03. Letzter Fördewagen nach 71 Jahren und einer Förderung von rund 31 Mio t Kohle. 13 Mio. t Steinkohle im Grubenfeld bleiben ungefördert.
31.3. Stilllegung der Schachtanlage und 19.12. Stilllegung der Brikettfabrik