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Königin Elisabeth | volksmdl. Zeche Elise oder Lisbeth

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Status: 1850 - 1966
Herkunft des Namens: Nach der Ehefrau (Elisabeth Ludovika von Bayern) des Preußenkönig Friedrich Wilhelm IV benannt
Grubenfeldgröße: unbekannt

Schachtbezeichnung
E
F
Ø
T
 -
1.) Königin Elisabeth I - Wilhelm
Nein
4,7x5,2
749m
1847-1972
2.) Friedrich Joachim I
Nein
6,20m
974m
1869-1976
3.) Friedrich Joachim II
Nein
4,60m
532m
1902-1962
4.) Hubert I
Nein
4,50m
616m
1897-1972
5.) Hubert II
Nein
4,50m
538m
1898-1972
E=Erhalten, F=Foto, Ø=Durchmesser, T=Teufe,  - =Abteufbeginn/Verfüllung

Geschichtliche Entwicklung:

1839 Dezember: Schürfgesuch für Mutungen Joachim und Wilhelmsthal
1840 Mutungsbohrungen: 28.5. in Mutung Joachim in 25 1/2 Lachtern Teufe Flöz, 27.6. in Mutung Wilhelmsthal in 21 5/8 Lachtern Teufe Flöz, Schürfgesuch für Mutung Elise, Sommer: Teufbeginn Schurfschächte Joachim (166 x 65") und Wilhelmsthal 1841 Dezember: Schurfschacht Joachim fährt in 27 2/8 Lachtern Teufe ein Flöz von 54
Zoll an, 22.12. Inaugenscheinnahme
1842 Schurfschacht Wilhelmsthal: in 25 1/8 Lachtern Teufe Ansetzen Strecke nach Osten für Wilhelmsthal und Strecke nach Süden
1843 7.2. Inaugenscheinnahme Fundflöz für Wilhelmsthal nach 32 3/8 Lachtern Streckenauffahrung und 2 Lachtern Abhauen sowie Fundflöz für Elise nach 19 3/4 Lachtern Streckenauffahrung und 1 3/8 Lachtern Aufhauen, 2.4. Verleihung Längenfeld Joachim, Schurfschacht Wilhelmsthal: 11.11. Verleihung Längenfeld Wilhelmsthal und Geviertfeld Elise
1845 18.11. Konsolidierung der 3 Felder zu Königin Elisabeth
1847 Teufbeginn Schacht Wilhelm (= Sch. 1, zunächst genannt Wilhelmsthal) im Westfeld (Frillendorf)
1848 Schacht Wilhelm erreicht Karbon bei 38 m und Ansetzen Wettersohle = 67 m (+5 m NN)
1849 Ansetzen 1. S. = 94 m(-22 m) und 2. S. = 116 m(-44 m), Eisenbahnanschluß
1850 Malakoffturm fertig, Oktober: Förderbeginn, recht bald ertragreiche Ausbeutezeche
1856 mit 1,56 t/MS höchste Untertageleistung im Ruhrrevier bis mindestens 1864
1859 Tieferteufen Schacht Wilhelm
1862 Schacht Wilhelm: Ansetzen 3. S. = 170 m(-98 m)
1863 Schacht Wilhelm: Ansetzen 4. S. = 248 m(-176 m)
1869 Teufbeginn Schacht Friedrich Joachim 1 (= Sch. 2) im Ostfeld (Schönnebeck)
1870 Schacht Friedrich Joachim 1: Karbon bei 69 m, Schacht Wilhelm: Fördermaschinenbruch und mehrere Wochen Fördereinstellung
1872 Förderbeginn Schacht Friedrich Joachim 1
1876 Schacht Wilhelm: Schachtreparatur, 24.1. Schlagwetterexplosion (3 T)
1878 Wilhelm: Teufbeginn Wetterschacht (Frillendorfer Höhe, nahe Wasserturm an der Ernestinenstraße); Friedrich Joachim: Ansetzen 3. S. = 245 m(-170 m); Feldertausch mit Graf Beust und Friedrich Ernestine
1879 Wilhelm: Wetterschacht bis 2. S. = 150 m(-43 m)
1882 Tieferteufen Schächte Wilhelm und Friedrich Joachim 1, Durchschlag 3. S. Wilhelm mit 2. S. Friedrich Joachim, Oktober: Inbetriebnahme Kokerei Friedrich Joachim 1883 Schacht Wilhelm: Ansetzen Teilsohle der 5. S. = 296 m(-224 m) und Inbetriebnahme Kokerei
1884 Förderung übersteigt erstmals 400000 t
1886 Teilung Längenfeld Wilhelmsthal, Feldertausch: Nordteil von Feld Wilhelmsthal an Zollverein gegen Feldesteil von Zollverein (0,34 km²), Berechtsame: 3,7 km²
1887 Wilhelm: Ansetzen 5. S. = 382 m(-310 m) im Unterwerk
1888 Schacht Friedrich Joachim 1: Ausbauschäden: 4 Wochen Fördereinstellung und Reparatur
1889 6.5. Berechtsamsbereinigung mit Friedrich Ernestine (Längenfeld Joachim/Geviertfeld Joachim)
1890 Wilhelm: Wetterschacht bis 3. S. = 204 m(-97 m)
1891 Schacht Friedrich Joachim 1: erneut 6 Wochen Fördereinstellung und Schachtreparatur
1896 Teufbeginn Schacht Hubert 1 in Feldmitte (Frillendorf) und Erreichen Karbon bei 69 m
1897 Schacht Hubert 1: Ansetzen 1. S. = 90 m(-1 m), 2. S. = 187 m(-99 m) und 3. S. 259 m (-170 m)
1898 Hubert: Förderbeginn Sch. 1, Teufbeginn Wetterschacht 2 (neben Sch. 1)
1899 zum Jahresanfang Inbetriebnahme Kokerei Hubert
1900 Schacht Wilhelm bis 5. S., Hubert: Sch. 1: Ansetzen 4. S. = 303 m(-214 m), Teilsohle = 352 m(-263 m) und 5. S. = 399 m(-310 m), Wetterschacht 2 bis 2. S.
1901 Friedrich Joachim: Abhauen und Ansetzen 4. S. = 326 m(-249 m), Teufbeginn Wetterschacht 2 (neben Sch. 1); Hubert: Wetterschacht 2 ab 3. S. in Betrieb
1902 Wilhelm: Tieferteufen Wetterschacht; Friedrich Joachim: Wetterschacht 2 bis 2. S. in Betrieb
1903 Friedrich Joachim: Sch. 2 bis 4. S.; Hubert: Wetterschacht 2: Förderbeginn
1904 Friedrich Joachim: Wetterschacht 2: Förderbeginn
1906 Durchschlag 4. S. Wilhelm mit 3. S. Hubert
1908 Wilhelm: 1.4. Inbetriebnahme Brikettfabrik
1909 Wilhelm: Wetterschacht bis 5. S.; Friedrich Joachim: Sch. 1: Fördereinstellung, komplettes Durchbauen (Mauerung statt Holzausbau), dabei Absturz Schachtbühne (6 T)
1910 Wilhelm: Teufbeginn Schacht Emil (neben Schacht Wilhelm); Friedrich Joachim: Tieferteufen Sch. 1 bis 4. S. und erneute Förderaufnahme, Inbetriebnahme Brikettfabrik; Hubert: 15.3. Inbetriebnahme Brikettfabrik
1911 Wilhelm: 10.1. Brand über Tage: Zerstörung des hölzernen Schachtgerüstes im Malakoffturm und 3 Wochen Fördereinstellung, Schacht Emil: Ansetzen 6. S. = 511 m(-439 m); Friedrich Joachim: Sch. 2: Ansetzen 5. S. = 390 m(-314 m) und Durchschlag der 5. S. mit Hubert
1912 Wilhelm/Emil: Förderbeginn Schacht Emil, Schacht Wilhelm wird Wetterschacht
1913 Hubert: Tieferteufen Sch. 1 und Ansetzen 6. S. = 528 m(-439 m)
1914 Wilhelm/Emil: Fördereinstellung Sch. Wilhelm; Friedrich Joachim: Sch. 1 bis 5. S., Sch. 2: Ansetzen 6. S. = 510 m(-435 m)
1915 Wilhelm/Emil: Durchbauen Schacht Wilhelm; Hubert: Tieferteufen Sch. 2 bis 6. S; 1.025779 t, 3124 B
1918 Wilhelm/Emil: Tieferteufen Schacht Emil, Wetterschacht auf der Frillendorfer Höhe wird Reserveschacht; Friedrich Joachim: Sch. 1 bis 6. S.
1919 Wilhelm/Emil: Schacht Emil: Ansetzen Teilsohle = 604 m(-528 m) und 7. S. = 739 m (-663 m)
1924 Wilhelm/Emil: Wetterschacht Wilhelm bis 6. S.
1925 Friedrich Joachim: 31.12. Stilllegung Kokerei (später wieder in Betrieb) und Brikettfabrik
1926 Friedrich Joachim: 1.1.-1.7. Fördereinstellung; Hubert: 27.1. Seilfahrtsunglück (27 T)
1928 Hubert: 8.2. Fördereinstellung, Baufeld zu Friedrich Joachim
1931 31.3. Stilllegung Kokerei Friedrich Joachim und Brikettfabrik Hubert, 17.9. Stilllegung Friedrich Joachim einschließlich Baufeld Hubert wegen Wirtschaftskrise, Wilhelm/ Emil bleibt in Betrieb, Aufgabe und Verfüllung Wetterschacht auf der Frillendorfer Höhe
1932 Abbau im Baufeld Hubert durch Wilhelm/Emil
um 1932 Stilllegung Kokerei Wilhelm/Emil
1935 1.2. Wiederinbetriebnahme Friedrich Joachim einschließlich Hubert sowie Kokerei Friedrich Joachim
1936 Friedrich Joachim: Tieferteufen Sch. 1 und Ansetzen 7. S. = 743 m(-668 m)
1938 Wilhelm/Emil: Ansetzen 8. S. = 939 m(-863 m)
1939 Wilhelm/Emil: 20.12. Seilfahrtsunglück (7 T)
1940 Friedrich Joachim: 18.2. Kesselexplosion über Tage (5 T)
1941 Wilhelm/Emil: Wetterschacht Wilhelm bis 7. S.
1945 Wilhelm/Emil: Kriegszerstörungen und Stilllegung Reinstkohlenproduktion, zum Kriegsende Stilllegung Kokerei Hubert und Brikettfabrik Wilhelm/Emil
1946 Anlagen: Wilhelm/Emil (außer Förderung, Kohlen unter Tage nach Friedrich Joachim), Friedrich Joachim 1/2: Förderanlage,
Hubert 1/2 (Baufeld bei Friedrich Joachim),
Hauptfördersohlen: Wilhelm/Emil: 8. S., Friedrich Joachim: 7. S., Hubert: Blindschacht von 6. S. - 7. S. = 617 m(-528 m); Berechtsame: 4 km²
1950 Wilhelm/Emil: erneuter Förderbeginn im Schacht Emil, Abbau auf 7. S.
1953 Friedrich Joachim: Fördersch. 1: Ansetzen 8. S. = 946 m(-869 m), Sch. 2: Wetterschacht ohne Fördergerüst, ab Mai Wiederinbetriebnahme Brikettfabrik Wilhelm/Emil
1955 Abgabe Wilhelm/Emil an Katharina, Umbenennung Friedrich Joachim und Hubert in Friedrich Joachim
1966 15.07. Stilllegung Königin Elisabeth